Gemeinsames Zmorge als Privileg

03.03.2020

Alles ist im Wandel, alles ist im Fluss. So auch der Stellenwert vom Zmorgeessen. Ass man früher eher im Rhythmus und im Sinne des Sprichwortes: «Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler», wird heute immer und überall gegessen, und viele verzichten ganz aufs Frühstücken. Man sagt, die Kalorienbilanz über den ganzen Tag hinweg sollte stimmen. Das Frühstück birgt jedoch noch ganz andere Werte in sich als blosse Kalorienzufuhr. Mir kommen da Attribute in den Sinn wie: gestärkt den Tag beginnen, Tagespläne abstimmen können, die Gedanken sind noch unbelastet … Ich persönlich nehme es als Privileg wahr, täglich gemeinsam frühstücken zu dürfen. In unserer Küche hängt an der Wand über dem Esstisch ein handgesticktes Bild meiner Grossmutter mit dem Spruch: «Beklage nicht den Morgen, der Müh und Arbeit gibt, es ist so schön zu sorgen für Menschen, die man liebt». Jedes Familienmitglied, das vom Frühstückstisch weg in den Arbeitsalltag hinein geht, nimmt diese Zeilen mit und eventuell auch einen neuen hilfreichen Gedanken, der aus dem Gespräch am Frühstückstisch hervorging.
Es würde mich sehr freuen, Sie am 5. März auf dem Arenenberg zum BäuerinnenZmorge begrüssen zu dürfen – im Sinne von «gemeinsam in den Frühling starten, miteinander Zmorge zu essen». Tragen Sie Gedanken, Fragen und Anliegen an uns heran.

Esther Maurer
Kommissionsmitglied Frauen in der Landwirtschaft


Übrigens:
Besonders freut es mich, dass am Buffet vom Arenenberg das hausgemachte Dinkelbrot angeboten wird.

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