Taten statt Worte

28.04.2020

Liebe Leserinnen und Leser
Taten statt Worte – dies ist sehr einfach gesagt. Aber gerade jetzt in der Coronakrise und der Bewältigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden, die diese verursacht, sind sie wichtiger denn je.
Auch wenn ich lieber vorwärts- als zurückschaue, lohnt sich doch jetzt ein Blick in die Vergangenheit, um zu sehen, wie unsere Urväter und -mütter Krisen gemeistert und die Schweiz stark und erfolgreich gemacht haben. Gerade da ist die Landwirtschaft ein Vorbild, auch wenn heute leider vergessen wird, dass ein voller Magen der Ursprung eines jeden erfolgreichen Tages ist. Auch Sprichworte wie «Spare in der Zeit, so hast du in der Not» oder «Zuerst säen, bevor man ernten kann» haben heute noch ihre Berechtigung. Auch die gelebte Solidarität unter der Landbevölkerung und der ausgeprägte Vereinssinn sind eben nicht nur Worte, sondern Taten, die hier aus Überzeugung gelebt werden.
Leider ist die Landwirtschaft aber auch ein Beispiel dafür, was passiert, wenn alle mitreden und Ökonomen, Verwaltung und Politiker entscheiden, was gut und richtig ist. So wurde in der Schweiz in den letzten Jahren mit verschiedenen Massnahmen der Selbstversorgungsgrad immer weiter gesenkt. Die gleichen Leute reden jetzt in der Krise davon, wie wichtig die Produktion von Lebensmitteln und lebenswichtigen Gütern in der Schweiz ist und sind erstaunt, was alles nicht mehr in der Schweiz hergestellt wird. Diese Personen werde ich dann spätestens bei der Diskussion über die AP22+ an ihren Taten messen und sie an ihre Worte erinnern.
Lassen wir uns also nicht beirren und leben unsere Werte weiter wie bis anhin und geben sie an so viele wie möglich weiter. Jetzt, wo viele Familien nicht in die Ferien fliegen können, wäre es doch für Verwandte und Bekannte eine schöne Abwechslung, einige Tage auf einem Bauernhof zu verbringen. Sie werden danach unsere tägliche Arbeit sicher mehr schätzen und hoffentlich bei Abstimmungen über Landwirtschaftsthemen daran denken. Laden wir sie doch dazu ein! Danke für Ihren Einsatz und «Blibet Sie gsund».

Manuel Strupler

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