Vertragsaufzucht - ein schriftlicher Vertrag gibt Sicherheit

18.08.2020

Wie jedes Jahr, tagte die Preisfestsetzungskommission für die Vertragsaufzucht Anfang Juli. Es nehmen die wichtigsten Kantone, die sich für eine arbeitsteilige Rinderaufzucht Berg und Tal einsetzen, teil, wie die Kantone Bern, Luzern, St. Gallen, Graubünden, Innerschweiz und Thurgau. Anwesend sind Vertreter bzw. Landwirte von Tal-, Aufzucht- und Bergbetrieben.
Eigentliche Preisverhandlungen finden seit 2016 nicht mehr statt. Seit gut vier Jahren gibt es ein neues Preissystem: Neu legen die Vertragspartner den definitiven Preis des Rindes erst am Ende der Aufzuchtsaison fest – so entspricht der Preis dieses Vertragsrindes der Preis- und Marktsituation genau dieser Aufzuchtperiode. Jedes Jahr werden die Erfahrungen aus den Kantonen ausgetauscht. So können neue Entwicklungen aufgenommen werden, wie zum Beispiel die neuen Preisempfehlungen für die Verstellkosten für Rinder bei Kurz-Aufenthalten.
Ein Bild zeigt sich jedes Jahr: Streitigkeiten und Probleme entstehen dort, wo zwischen den Partnern kein schriftlicher Vertrag abgeschlossen wurde, oder sich die Partner nicht regelmässig über die Aufzuchttiere austauschen. Zudem wenden einige Betriebe immer noch das alte Preissystem an.
Die Thurgauer Vertreter in dieser Kommission – Landwirte und Beratung – empfehlen deshalb:
1. Schliessen Sie schriftliche Aufzuchtverträge ab. Verwenden Sie die offiziellen Verträge. So haben beide Parteien über die wichtigsten Vertragspunkte gesprochen.
2. Nutzen Sie das neue Preissystem für die Vertragsrinder – es bietet beiden Partnern einen fairen marktangepassten Preis. Die Preise für die neue Vertragssaison finden Sie in diesem Heft, auf der Homepage der Agridea oder des BBZ Arenenberg.
Wir wünschen allen eine erfolgreiche Aufzuchtsaison sowie viele gesunde und «gfröiti» Tiere.


Jenifer van der Maas, BBZ Arenenberg

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