Vorwärts leben und rückwärts verstehen

05.12.2017

Der letzte Monat des Jahres ist angebrochen. Das ist für mich traditionellerweise auch immer der Moment, auf das zu Ende gehende Jahr zurückzublicken. Habe ich dies während langer Zeit in schriftlicher Weise getan, reichte es mir in den letzten Jahren, die vergangenen zwölf Monate vor meinem geistigen Auge Revue passieren zu lassen. Dieses Jahr aber ist alles ein bisschen anders. Das hat wohl auch mit dem Umstand zu tun, dass sich mein Geburtstag in Riesenschritten nähert. Heuer blicke ich für einmal nicht nur auf zwölf Monate zurück, sondern auf satte fünf Jahrzehnte. Keine Angst, Sie werde ich mit meiner Biographie nicht langweilen. Das ist meinen Gästen vorbehalten, nur wissen die noch nichts von ihrem Glück.
In den letzten Tagen und Wochen habe ich mir viele Gedanken über mein Leben gemacht. Vieles ist gelungen, Einiges – wenn auch auf Umwegen – erreicht, Manches «abverheit». Nach all der Gedankenkrämerei bin ich zum Schluss gekommen, dass man das Leben wohl nur rückwärts – wenn überhaupt – verstehen kann. Leben aber muss man es vorwärts. Drum packe ich voller Elan die sich mir bietende Chance und starte mit Spannung in ein neues (Lebens-) Jahr.
Zum ersten Advent wünsche ich Ihnen Zeit. Zeit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, auch wenn Sie es vielleicht noch nicht verstehen können; Zeit, um sich mit Ihren Lieben und Liebsten auszutauschen und sie zu wertschätzen; Zeit, um Beschäftigungen nachzugehen, die Ihnen Freude bereiten; Zeit, um aufzutanken, damit auch Sie voller Freude in ein neues Jahr starten mögen.


Andrea Heimberg Müller

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