Wie man in den Wald ruft...

26.11.2019

Ein weiteres, spannendes Pflanzenbaujahr neigt sich dem Ende zu. Erneut durften wir bei der Pflege unserer Wiesen und Äcker viele Herausforderungen meistern, damit wir eine gute Ernte einfahren konnten.
Anders als noch vor ein, zwei Generationen, wird unsere Arbeit und die Produktion von Lebensmitteln nicht mehr einfach so geschätzt. Immer mehr Leute haben immer weniger Ahnung, was es braucht, damit Pflanzen gesund wachsen und wir uns alle ernähren können. Man kann ja rund um die Uhr Essen kaufen, und spottbillig ist es auch.
Deswegen zu jammern, hilft aber nicht. Wir sind gefordert, diesen veränderten Ansprüchen Rechnung zu tragen. Es ist wichtig, dass wir unser Wirken auch durch die Brille der Konsumenten kritisch betrachten und diese Erwartungen ernst nehmen. Ebenfalls müssen wir den Dialog mit der Gesellschaft aktiv pflegen. Immer wieder stelle ich fest, dass viele Leute nur aufgrund von Emotionen ein mittlerweile völlig falsches Bild von unserem Berufsstand haben. Genährt auch von vielen schlagzeilenträchtigen, aber miserabel recherchierten Berichten in den Medien. Zeigen wir der Gesellschaft, dass wir ein Teil der Lösung und nicht des Problems sind. Wir haben beste Karten. CO2 kann nur durch aktive Pflanzen und nicht mit Geld gebunden werden. Und das Fleisch einer Kuh, die das Gras auf unseren Weiden gefressen hat, muss keinen Vergleich mit südamerikanischer Soja scheuen, wenn wir den gesamten Kreislauf anschauen.
Erklären wir der Gesellschaft unsere Geschichte mit der gleichen Begeisterung, mit der wir unsere Felder pflegen. Ich bin mir sicher, es trägt auch hier Früchte! So, wie wir in den Wald rufen, so tönt es zurück!


Urban Dörig
Co-Vizepräsident VTL

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