Wir müssen offen sagen, was wir tun

24.09.2019

Früher hatten viel mehr KonsumentInnen einen Bezug zur Landwirtschaft und konnten biologische oder physikalische Abläufe in der Landwirtschaft verstehen oder erahnen. Heute haben wir zwar viele selbsternannte Agrarexperten, aber das Verständnis für die Komplexität, gerade im Pflanzenschutz, ist vielen verloren gegangen. Hinzu kommt, dass sich die heutigen populistischen Medien mit Handkuss auf solch emotionale Themen stürzen und nur so mit Schlagwörtern und Halbwahrheiten um sich schlagen.
Wir müssen uns aber auch ein bisschen an der eigenen Nase nehmen. Meiner Meinung nach haben wir viel zu lange über unseren modernen Pflanzenschutz geschwiegen, aus der Angst heraus, sowieso nur dafür kritisiert zu werden. Die grosse Gefahr besteht darin, dass man demjenigen, der nichts sagt, schnell einmal nachsagt, dass er etwas zu verbergen habe.
Ich denke aber, dass wir nicht nur sagen, sondern auch zeigen können, wie wir heute Pflanzenschutz betreiben. Wir haben viele Verbesserungen vorangetrieben und werden dies auch in Zukunft noch tun. Deswegen ist jetzt die beste Zeit, dies mit einer Sonderschau an der kommenden Wega zu zeigen. Sicher, es wird wieder Leute und Medien geben, die das kritisieren und in ein falsches Licht rücken. Ich bin aber überzeugt, dass es eine sehr grosse Anzahl dankbarer und treuer KonsumentInnen gibt, welche täglich unsere Schweizer Produkte geniessen und sehr daran interessiert sind, auch sachliche und authentische Informationen zum Pflanzenschutz zu erhalten.
Ich danke allen herzlich, die sich die Zeit nehmen, um die Bevölkerung sachlich zu informieren.


Thomas Lehner
OK-Chef Sonderschau Pflanzenschutz an der Wega

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