Ausgabe Nummer 15 (2005)

zurück zur Übersicht

10 Todsünden, die Ihre Futterkosten in die Höhe treiben

Schwerpunkt
 
 
Jeder möchte sie: möglichst tiefe Futterkosten. Auch in diesem Bereich gibt es Verhaltensweisen, die möglichst zu vermeiden sind, da diese die Kosten unnötigerweise in die Höhe treiben. Nachfolgend finden Sie 10 Todsünden, um die Futterkosten möglichst in die Höhe zu treiben bzw. wie Sie es möglichst nicht machen sollten.
  1. Futtermittel oder Hilfsmittel einzusetzen (zum Beispiel Puffersalze, Kraftfutter), die unter den gegebenen Bedingungen (tiefe Milchleistung) nicht angepasst oder nicht notwendig sind.
  2. Eine Ration einzusetzen, die unausgeglichenen (Nährstoffverluste!) oder nicht der Milchleistung angepasst ist und allfällige Folgen ? wie verschlechterte Tiergesundheit, Fruchtbarkeitsprobleme, verfettete Kühe Ende der Laktation und in der Galtphase ? einfach zu akzeptieren.
  3. Eine Investition zu tätigen, ohne sich über die Kostenfolgen (Abschreibungen, Unterhalt, Zinsen) sowie die Folgen im täglichen Ablauf des Betriebes im Klaren zu sein; zum Beispiel Umstellung von Heu auf Silowirtschaft.
  4. Daten zu erheben (und eventuell dafür zu bezahlen!), ohne diese auszuwerten, z.B. monatliche Auswertung des Zuchtverbandes, tägliche Milchmenge aus dem Melkstand.
  5. Einen Fütterungsplan zu erstellen (oder erstellen zu lassen) ? allenfalls mit Standard-Gehaltswerten ? und diesen bei der Umsetzung nicht zu überprüfen und anzupassen.
  6. Eine Maschine selber anzuschaffen und die entsprechende Arbeit selber zu leisten, wenn die Vergabe der Arbeit auswärts günstiger zu stehen kommt.
  7. Mit einem sehr hohen Aufwand und Kosten zum Beispiel Heu mit einem möglichst hohen NEL-Gehalt zu produzieren, um etwas Kraftfutter zu sparen. Deren Folgen wie zum Beispiel Strukturmangel, Pansenübersäuerung oder Klauenprobleme, mittels Symptombekämpfung wie zum Beispiel Einsatz von Puffersubstanzen zu beheben.
  8. Die Gülle nur als Abfall auf dem Feld zu «entsorgen» und sich über Stickstoffverluste keine Gedanken zu machen.
  9. Sich nicht für eine bestimmte Strategie zu entscheiden oder ständig einem Trend nachzugehen und immer etwas anderes auszuprobieren ( zum Beispiel Vollweide; Hochleistung).
  10. Die eingeschlagene Strategie (zum Beispiel Durchschnittleistung mit Halbtagesweide) nicht konsequent und auf dem ganzen Betrieb voll durchzuziehen.
 
 
top     schliessen