Ausgabe Nummer 34 (2008)

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100 Jahre Landi Aachtal

Jubiläumsfest der Superlativen

Über das vergangene Wochenende feierten total rund 12000 Personen «100 Jahre Landi Aachtal» mit einem vielseitigen Jubiläumsprogramm mit Wildsauenrennen, Einachserdemonstrationsrennen, Festumzug mit alten Landmaschinen und anderem mehr. In der Landi-Halle wurde die Landi Aachtal mit ihren leistungsfähigen Tochterfirmen vorgestellt.

Zu den Gratulanten zählte unter anderen Nationalrat Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes. In seiner Ansprache lobte er den Pioniergeist der Gründer der Obstverwertungsgenossenschaft Oberaach, der Vorgängerin der heutigen Landi Aachtal. «Die Landi ist heute für die ländliche Region Aachtal von grosser wirtschaftlicher Bedeutung, wichtig für die Bauernfamilien, das Gewerbe und die Konsumenten. Die Landwirtschaft muss sich heute mehr denn je auf gute Partner in den vor- und nachgelagerten Stufen verlassen können», sagte Walter. Die Glückwunschworte der Fenaco überbrachte deren CEO Willy Gehringer. Nach seiner Meinung wächst in der heutigen globalisierten Welt die Bedeutung der regionalen Landwirtschaft.

Die besten Genossenschafter
«Die hohe Bezugstreue der Bauern und regionalen Kunden sowie Industriepartner bei der Landi Aachtal sind eine gute Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit der gesamten Gruppe als wirtschaftliche Organisation», stellte Martin Salvisberg, Geschäftsführer der Landi Aachtal, fest. Nach seinen Aussagen ist der Spagat zwischen ländlicher Idylle, hohen Verarbeitungsmengen, Wohnqualität, Umweltauflagen, hoher Wirtschaftlichkeit nicht immer einfach zu bewältigen. Die Geschichte der Landi Aachtal setzte sich nicht nur zusammen aus Umsatzzahlen oder äusserem Erleben und Geschehen. Sie sei die Geschichte der Menschen, die diese Firma und ihre Arbeit getragen haben. «Wir haben früher wie auch heute die besten Genossenschafterinnen und Genossenschafter und das freundlichste und leistungsfähigste Personal, das wir uns wünschen können, deshalb können wir gemeinsam dieses wunderbare Jubiläumsfest feiern», freut sich Salvisberg.

«natürlich für alle»
Das Festzelt, die Landi-Halle, Strohlounge, Hüpfburg und Streichelzoo waren in ein rund 80 Aren grosses Sonnenblumenfeld eingebettet. Mehrere Tausend Sonnenblumen vermittelten echte Jubiläumsstimmung. Die Landi-Halle gab einen umfassenden Einblick in die vielfältige Tätigkeit der Jubilarin. Am Freitag startete das Jubiläumsfest mit dem Empfang der Behörden und Geschäftspartner sowie dem Personal- und Genossenschafterfest. Unter dem Festmotto «natürlich für alle» löste am Samstag und Sonntag ein Höhepunkt den anderen ab. Spannend die Wildsauenrennen, wo es beim Wetten schöne Preise zu gewinnen gab. Spannend aber auch die Einachserdemonstrationsrennen mit Motorendröhnen und geschickten Piloten, die ihre umgebauten Mähmaschinen vorführten. Mit dem Konzert der Musikgesellschaft Harmonie Amriswil, den Aero.Kids, DJ Greg, dem Chor Amazonas, kamen aber auch Augen und Ohren der Festbesucher nicht zu kurz.

Bleibende Erinnerungen
Mit einem Frühschoppenkonzert mit den Alpen Zick Zack und einem grossen Bauernbrunch wurde der Sonntag eröffnet. Der grosse Umzug mit alten Landmaschinen und Traktoren begeisterte rund 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Bei vielen wurden dabei Erinnerungen an ihre Jugend und die idyllische Landwirtschaft wach. Das einzigartige Jubiläumsfest wird noch vielen lange in bester Erinnerung bleiben. Die sehr gut gestaltete und interessante Jubiläumsschrift «Zeitreise 1908 bis 2008 ? 100 Jahre Landi Aachtal ? natürlich für alle» dürfte den Weg in viele Büchergestelle finden.

Mario Tosato


Die beiden Geschäftsführer Martin Salvisberg
und Urs Huber freuen sich über das
gelungene Jubiläumsfest. (tos)
Die beiden Geschäftsführer Martin Salvisberg und Urs Huber freuen sich über das gelungene Jubiläumsfest. (tos)