Ausgabe Nummer 34 (2004)
107 Lehrlinge im neuen Ausbildungsmodell
| Landwirtschaftliche Grundausbildung Start ins neue Ausbildungsjahr | |||
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107 Lehrlinge im neuen Ausbildungsmodell
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| Für das im August 2004 beginnende Ausbildungsjahr sind total 129 landwirtschaftliche Lehrverhältnisse vereinbart worden. Davon betreffen 48 das erste, 45 das zweite und 36 das dritte Ausbildungsjahr. Infolge Einführung des dritten praktischen Lehrjahres hat die Nachfrage nach Lehrstellen deutlich zugenommen. Im neuen Ausbildungsjahr 2004-05 sind beinahe alle Stellen ausgebucht. Bereits hat es sich herumgesprochen, dass man frühzeitig reagieren muss, wenn man im Thurgau eine gute Lehrstelle haben will. Um alle Bedürfnisse abdecken zu können, sind sogar Lehrstellen aus den Kantonen St. Gallen (2) und Schaffhausen (2) in Anspruch genommen worden. Mehr Lehrlinge im ersten Lehrjahr Von den 48 Lehrlingen im ersten Ausbildungsjahr stammen 36 aus dem Kanton Thurgau und 12 aus anderen Kantonen (Appenzell, Baselland, Schaffhausen, St. Gallen und Zürich). Im Vergleich zu den Vorjahren liegt die Zahl der «Neueinsteiger» im oberen Bereich. Offenbar ist erkannt worden, dass die sehr vielseitige und abwechslungsreiche landwirtschaftliche Grundausbildung auch eine sehr wertvolle Basis für den späteren Einstieg in sehr viele verschiedene Tätigkeiten darstellt. Das neue Ausbildungsmodell liegt im Trend 85 Prozent der neu eintretenden Lehrlinge haben sich für das neue Ausbildungsmodell «Dreijährige Lehre» entschieden. Bei den Thurgauer Lehrlingen liegt dieser Prozentsatz gar bei 95 Prozent! Diejenigen Lehrlinge, welche sich für den bisherigen Bildungsgang entschieden haben, stammen aus einem anderen Kanton oder möchten anschliessend ein Lehrjahr in einem anderen Kanton absolvieren. Sechs aus anderen Kantonen stammende, neu eintretende Lehrlinge werden die neue dreijährige Lehre absolvieren, obwohl sie dadurch gezwungen sind, ihre gesamte Ausbildungszeit im Thurgau zu verbringen. Zweitausbildung zum Landwirt Das Berufsziel Landwirt/Landwirtin kann gemäss derzeitigem Berufsbildungsreglement des SBV auch auf dem zweiten Bildungsweg erreicht werden. Wer bereits über eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, muss nur noch ein praktisches Lehrjahr absolvieren, um zum ersten Teil der Lehrabschlussprüfung (LAP1) zugelassen zu werden. Ebenfalls zur LAP1 zugelassen werden Berufsleute, welche sich über mindestens drei Jahre landwirtschaftliche Praxis ausweisen können. Die bestandene LAP1 ist die Grundlage für die Aufnahme an einer Landwirtschaftsschule. Sofern an der LAP der Erstausbildung in den allgemein bildenden Fächern eine genügende Note erreicht worden ist, kann auch eine verkürzte Ausbildung («Zweitausbildung Landwirt») besucht werden. Da die Zahl der «Zweitausbildner» auch im Thurgau zuge-nommen hat, wird erstmals auch am Arenenberg ein entsprechender Bildungsgang angeboten. Die 22-wöchige Vollzeitausbildung beginnt am 30. August 2004 und endet Mitte März 2005 mit dem zweiten Teil der Lehrabschlussprüfung (LAP2). Für den diesjährigen Lehrgang haben sich 10 Absolventen eingeschrieben. Landwirtschaftliche Grundausbildung in acht Schulklassen Die Lehrlinge besuchen die Berufsschule am LBBZ Arenenberg. Die total 139 Auszubildenden werden in acht verschiedenen Berufsschulklassen ausgebildet: ![]() Nächste Berufsinformationen am 13. November 2004 Die landwirtschaftliche Berufsbildungskommission des Kantons Thurgau und das LBBZ Arenenberg werden auch in diesem Jahr eine Berufsinformations-Veranstaltung durchführen, an welcher umfassend über Umfang und Inhalt der landwirtschaftlichen Berufsbildung sowie über das im Thurgau entwickelte Modell «Dreijährige Lehre» orientiert werden wird. Die Veranstaltung wird am Samstag, 13. November 2004, am LBBZ Arenenberg stattfinden. Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg Fachstelle Berufsbildung Landwirt, R. Huber |
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