Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


- 14 Millionen Franken neue Darlehen gewährt

Ausgabe Nummer 17 (2018)

Investitionskredite / Thurgauer Bauern investieren wieder vermehrt. Auf 2018 traten verschiedene Änderungen in Kraft.

An der Generalversammlung der Thurgauer Genossenschaft für landwirtschaftliche Investitionskredite und Betriebshilfe (GLIB) erklärte Präsident Markus Gubler, dass die GLIB auch im vergangenen Jahr ihre Mittel zielgerichtet den Bauernfamilien zur Verfügung gestellt hat. Der Verwaltungsrat hat im Jahr 2017 rund 14 Millionen Franken neue Investitionskredite bewilligt (Vorjahr 12,5 Mio. Franken).

Kreditvolumen geht zurück
Die Aufgabe der GLIB ist es, mit rückzahlbaren Krediten die Strukturanpassungen zu erleichtern und die Betriebe zukunftsgerichtet zu unterstützen. Die Rückzahlungen haben ausgereicht, um die neu bewilligten Investitionskredite abzudecken. Wie Gubler erklärte, wurden 2015 nur zwei Projekte für Darlehen an neue Milchviehställe eingereicht, was ein absoluter Tiefstand bedeutete. In den letzten beiden Jahren wurden wieder vermehrt Ställe unterstützt. Rund die Hälfte waren Neubauten, bei den übrigen handelte es sich um Um- und Anbauten. Der Strukturwandel in der Milchwirtschaft ist ungebrochen gross.

Gute Zahlungsmoral
Die Zahlungsmoral der aktuell 879 Kreditnehmer ist insgesamt sehr gut, erklärte Werner Aus der Au, Geschäftsführer der GLIB. Bei einigen Betrieben ist die Liquidität infolge der massiven Frost- und Hagelschäden jedoch sehr angespannt. Da sich die Zahlungen von Fondssuisse bis ins Jahr 2018 verzögerten, wurden 15 Stundungsgesuche bewilligt, die auf Mindererträge durch diese Ereignisse zurückzuführen waren.

Neuerungen bei Investitionshilfen
Der Geschäftsführer informierte, dass ab 2018 bei Investitionen (ausser der Starthilfe), ein Eigenfinanzierungsanteil von mindestens 15 % zu leisten ist. Als Eigenmittel gelten neben den Ersparnissen auch die Aufstockung von verzinslichen Grundpfandschulden bis zur Belastungsgrenze. Bei Starthilfen ist ein Betriebskonzept notwendig, ebenso bei Investitionen in Ökonomiegebäude mit Kosten von über 500 000 Franken. Zudem ist nachzuweisen, dass die Investition zweckmässig und auf die strategische Ausrichtung des Betriebes abgestimmt ist. Die Begrenzung der Darlehen pro Betrieb auf 800 000 Franken wurde aufgehoben.

Nicht rückzahlbare Beiträge für bauliche Massnahmen und Einrichtungen zur Verwirklichung ökologischer Ziele in allen Zonen.
Füll- und Waschplätze für Spritz- und Sprühgeräte können neu mit einem Beitrag von bis zu 50 Prozent der anrechenbaren Kosten unterstützt werden. An Laufgänge mit Quergefälle und Harnsammelrinne sowie an erhöhte Fressstände werden ebenfalls Beiträge ausgerichtet.

Ruedi Schnyder zum letzten Mal an der Generalversammlung
Ruedi Schnyder hat als Präsident der Thurgauer Milchproduzenten nach vielen Jahren zum letzten Mal an der Generalversammlung der GLIB teilgenommen. Er bedankt sich im Namen des TMP für die Unterstützung der GLIB. Neu wird Daniel Vetterli das Stimmrecht der Thurgauer Milchproduzenten an der GV wahrnehmen.


GLIB, Thurgauer Genossenschaft für landwirtschaftliche Investitionskredite und Betriebshilfe




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