Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


- 16 Thurgauer Bauerngärten laden zum Besuch ein

Ausgabe Nummer 23 (2018)

Rund 60 Personen wohnten der Eröffnung der Bauerngarten-Route Thurgau auf dem Betrieb von Ueli und Katja Rossacher in Niederwil bei Frauenfeld bei.

Regierungsrat Walter Schönholzer, Chef des Departements für Inneres und Volkswirtschaft, lobte die Tradition der 16 sehenswerten Bauerngärten im Thurgau, die von vielen Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden. Er selbst ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat auch im elterlichen Garten gerne mitgeholfen. In diesem Jahr können Bauerngärten in Schlatt, Frauenfeld, Warth, Gündelhart, Salenstein (BBZ Arenenberg), Weinfelden, Altnau, Güttingen, Amriswil (zwei Gärten) und Neukirch- Egnach (drei Gärten) besucht werden. Nach Schönholzers Aussagen sind die Bauerngärten sehenswert und geben einen umfassenden Einblick in die einheimische Landwirtschaft. Schönholzer wies darauf hin, dass die öffentlich zugängigen Bauerngärten nicht nur schön, sondern auch sehr wichtig seien. Er bedauerte, dass immer mehr junge Menschen den Bezug zur «Scholle» verlieren.

Erbe weiterhin pflegen
Martin Huber, Direktor Berufsbildungszentrum (BBZ) Arenenberg, erklärte, dass das BBZ Arenenberg nicht nur in der Bildung und Weiterbildung die Landwirtschaft stark unterstütze. Ein wichtiger Teil des BBZ Arenenberg sei die fachliche Unterstützung und Beratung in allen landwirtschaftlichen Bereichen. Er betonte, dass der Thurgau viel zu bieten habe. Deshalb lohne es sich, schöne gepflegte Gärten auch im Thurgau zu fördern. Monika Grünenfelder, Geschäftsführerin der Bodenseegärten, stellte fest, dass ein Ziel der Bauerngartenroute sei, das reichhaltige ländliche Kulturgut zu erhalten. Auch Brigitte Seidenfuss vom Amt für Denkmalpflege wies darauf hin, dass dieses Erbe auch in Zukunft gepflegt werden soll. Nach ihrer Meinung widerspiegeln die Bauerngärten die Geschichte der verschiedenen Regionen.

Bauerngärten erhalten
Wie Monika Grünenfelder erklärte, ist es das Ziel, das reichhaltige Kulturgut um die Bauerngärten zu fördern. «Wer selbst einen schönen Bauerngarten möchte, kann sich gerne bei uns melden», sagte die Geschäftsführerin der Bodensee Bauerngärten. Rolf Müller von Thurgau Tourismus gab der Freude Ausdruck, dass der Thurgau mit der Bauerngärten-Route um ein Angebot reicher wurde. Bei dem Blick über die Grenze sei festzustellen, dass in Deutschland die Bauerngärten ein beliebter Reisegrund für Velofahrer seien. Bauerngärten sollen gewisse Kriterien erfüllen: Sie sollen neben einem Bauernhaus liegen und über Nutzpflanzen, Gemüse, Kräuter, Beeren und Zierpflanzen wie Blumen, Stauden und Sträuchern verfügen. Die Gärten werden vielfach mit «Verweilorten» ausgestattet. Ergänzt können die Bauerngärten mit einem Angebote im Bereich Gastronomie und Hofladen werden.

Wissen an Lehrtöchter weiter gegeben
Marianne Hausammann, Romanshorn, erklärte, dass ihr die Bauerngärten Zeit ihres Lebens sehr viel bedeuten. In Sachen Lagergemüse sei ihre Familie Selbstversorgerin gewesen. Dazu gehörte unter anderem Lagergemüse, Rübli, Randen, Sellerie sowie Beeren, Blumen und anderes mehr. Ihre Erfahrungen habe sie ihren 18 Lehrtöchtern gerne weitergegeben. Marianne Hausammann stellte humorvoll fest: «Ich schaue heute noch gerne in fremde Gärten und lasse mich inspirieren.»


Mario Tosato
















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