Ausgabe Nummer 33 (2007)

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2. Einachser-Rennen in Lanterswil

Spektakel trotz tiefem Boden

Bei anspruchsvollen Pistenverhältnissen erlebten rund 4200 Zuschauer wiederum spektakuläre Rennen mit originellen Gefährten.

Gerade rechtzeitig zu den zweiten Läufen des 2. Einachser-Rennens vom Samstagnachmittag vergangener Woche hörte es auf zu regnen, sodass schliesslich rund 4200 Zuschauerinnen und Zuschauer aus der ganzen Deutschschweiz nach Lanterswil pilgerten. Sie sahen einzigartige Gefährte, die nur noch mit ihren Markennamen wie Rapid,Aebi, Bucher und andere mehr an Einachsermähmaschinen erinnerten. «Jeder dieser Einachser ist ein Unikat und in vielen Arbeitsstunden zusammengebaut worden», erklärt OK-Präsident John Koller. Die Boliden verfügen teilweise über Motoren mit 80 bis 100 PS. Diese Kraft war auch nötig, war doch die 387 Meter lange Piste, auf der pro Lauf zwei Runden absolviert werden mussten, durch die starken Regenfälle der letzten Tage sehr tief. Dieses Terrain stellte an die Fahrer sehr hohe Anforderungen. Begeistern konnten sowohl die Rennläufe mit Einzelstart als auch die Fahrten mit bis zu vier Konkurrenten.

Innerschweizer dominierten
Die Piloten zeigten viel Geschick, wenn Gefahr drohte, dass das Gefährt im tiefen Boden stecken blieb.Auch wenn ein Rad abbrach, war das für die Fahrer kein Problem, half doch sicher ein Landmaschinenmechaniker aus der Patsche. Leistungsmässig beherrschen die Einachser- Fahrer aus der Innerschweiz immer noch die Szene, doch holen die Ostschweizer Piloten mächtig auf. Durch den tiefen Boden konnte Andi Kälin, Euthal SZ, seinen Streckenrekord vom vergangen Jahr nicht weiter senken. Mit 1:19.22 gelang ihm aber die Tagesbestzeit. Als beste Frau belegte Lilian Schönholzer, Bürglen TG, mit einem Bucher Recort/Suzuki 650 mit 3:45.44 in der Kategorie Eigenbau den 9. Rang. Begeistert von den Einachser-Rennen zeigten sich auch Grossratsräsident Willy Nägeli, die Kantonsrätin Margrit Aerne und Regierungsrat Hans Peter Ruprecht. Am liebsten wäre er wohl selber mitgefahren. Kantonsrat Urs Schneider, Stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes, begnügte sich nicht mit Zuschauen. Am Morgen war er im Streckensicherheitsdienst im Einsatz und am Nachmittag war er bei der Zeiterfassung tätig.

OK-Präsident rundum zufrieden
Rundum zufrieden zeigte sich OK-Präsident John Koller. «Meine OK-Kolleginnen und Kollegen sowie die unzähligen Helferinnen und Helfern leisteten einen ausgezeichneten Job. Nur dank ihnen war es möglich, trotz des vielen Regens und des äusserst tiefen Bodens, die Rennläufe regulär durchzuführen.» Koller freut sich auch, dass die Veranstaltung wie im vergangenen Jahr unfallfrei verlief. Zufrieden ist er auch mit dem Rahmenprogramm, welches beim Publikum grossen Anklang fand.

Mario Tosato


Die Sieger
Standard ?1970: Erwin Greminger (Rapid 606), Toos TG, Gesamtzeit aus zwei Läufen 4:15.46.
Standard +1970: Stefan Brun (Aebi AM 53), Ebnet LU, 3:52.78.
Sport: Rico Birchler (Rapid 606), Schindellegi SZ, 3:21.78.
Prototypen: Othmar Schelbert (Rapid S), Menzingen ZG, 3:10.47.
Eigenbau: Martin Brun (Subaru L, Turbo), Ebnet LU, 3:11.15.
Eigenbau Open: Andi Kälin (Aebi AM Yamaha 1000), Euthal SZ, 2:32.27. tos


Mit Stolz präsentierten die Piloten ihre
Boliden. (tos)
Mit Stolz präsentierten die Piloten ihre Boliden. (tos)