Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


.20 Jahre Kulinarikbotschafter für den Kanton Thurgau

Ausgabe Nummer 16 (2016)

Jubiläums-Infositzung für den «Thurgauer Geschenkharass» in Weinfelden

Zahlreiche Bauernfamilien und gewerbliche Betriebe produzieren seit mittlerweile 20 Jahren ein vielfältiges Sortiment für den «Thurgauer Geschenkharass».

Das Motto «Die gute Idee aus der Region» spricht breite Kreise an, weil der Harass kein Verlegenheitsgeschenk, sondern ein bewusster Kaufentscheid ist. Mit einem Geschenkharass ist eine besondere Wertschätzung gegenüber dem Beschenkten verbunden. Die Interessengemeinschaft Thurgauer Geschenkharass, mit Kurt Werren aus Weinfelden als deren Präsident, lud Mitte April 2016 Mitglieder, Lieferanten und die Verteilzentralen-Leiterinnen zur Jubiläums- Infositzung ein. Diese fand bei der Stedy Gewürz AG, mit einer vorgängigen Betriebsbesichtigung durch Valentin Stettler von der Geschäftsleitung statt. Die Gäste erfuhren dabei unter anderem, dass die Stedy AG neue Produkte jeweils ein Jahr lang Testläufen an Publikumsmessen unterzieht. Nur was im unmittelbaren Geschmackstest positiv aufgenommen wird, wird für die Produktion in Betracht gezogen. Und das Unternehmen bevorzugt für die Rohstoffe von Gewürzen und Grillmarinaden wenn immer möglich einheimische Lieferanten. So verzichtet es für die Marinaden bewusst auf Palmöl und verwendet einheimisches Rapsöl. Nach einem Rundgang durch die Produktionsräume führten Kurt Werren, Rita Barth, Verteilzentralenleiterin der ersten Stunde, und Nadja Anderes, Mitarbeiterin auf der Geschäftsstelle von Thurgau Tourismus, durch die Jubiläums-Infositzung.

Stetige Präsenz des Angebotes ist nötig
Der Thurgauer Geschenkharass entstand aus der Initiative einiger Bäuerinnen, darunter Rita Barth aus Altnau, und Berti Keller aus Matzingen, die 1995 an der WEGA erstmals mit einem Probe-Harass präsent waren. Ermutigt von der positiven Konsumentenresonanz erfolgte im Oktober 1996 anlässlich einer Medienorientierung in Amlikon der Startschuss für den Harass. «Es benötigte viel Überzeugungsarbeit, gerade auch in bäuerlichen Kreisen, um aufzuzeigen, dass der Geschenkharass dazu dient, Landwirtschaft und Gewerbe miteinander zu verbinden. Das Ziel des Geschenkharasses war und ist die Stärkung der Wertschöpfungskette der lokalen Lebensmittelproduktion. » Rita Barth schilderte, wie sich der Harass im Verlaufe der Jahre zum Geschäftsmodell entwickelte. Die IG erlebte einige Höhen und Tiefen, insbesondere als die Partnerorganisation Agro Marketing Thurgau im 2001 vor der Auflösung stand. Seit 2001 ist Thurgau Tourismus Partner für den Geschenkharass. «Beide Seiten, sowohl die Anbieter und Produzenten, wie auch die Tourismusseite, profitieren von positiven Synergien aus dieser Zusammenarbeit », sagte Nadja Anderes. Die ständige Präsenz des Geschenksharasses auf der Website von Thurgau Tourismus, an saisonalen Märkten und Messen, an der WEGA sowie das wöchentliche Zeitungsinserat tragen dazu bei, dass das Angebot auf breiter Ebene wahrgenommen wird und in Erinnerung bleibe.

Wechsel in der Verteilzentrale Oberthurgau
Der Thurgauer Geschenkharass erweist sich als ideales Geschenk für jeden Anlass. Besonders geschätzt wird, dass der Schenkende den Harasssortimentswert (ab 30 Franken bis zu 300 Franken) selbst bestimmen kann. Rita Barth stellte fest, dass die Kunden spontaner bestellen und kaufen. Der Einkauf, respektive der Geschenkekauf, habe sich in den 20 Jahren stark verändert und werde gerne noch unmittelbar vor Heiligabend getätigt. Dies erfordere von den Verteilzentralen hohe Flexibilität. Bei den Verteilzentralen-Leiterinnen hatte ein Wechsel stattgefunden. Bislang war Theresa Steiner für die Region Oberthurgau zuständig. Sie gab diese Funktion kürzlich auf. Neu übernimmt Thomas Brühlmann aus Zihlschlacht die Verteilzentrale für den Oberthurgau. Seine Mutter, Ruth Brühlmann, unterstützt ihn bei dieser Aufgabe.
Die IG ist offen für neue Produktvorschläge, wenn sie sowohl qualitativ wie preislich ins Sortiment passen. Neu ins Sortiment aufgenommen wurden Apfel- Essig und Apfel-Balsamico von Mäni Graber aus Fruthwilen. An der Info-Sitzung wurde die Notwendigkeit eines regelmässig erscheinenden Mail-Newsletters erkannt, um das Netzwerk der Kontakte zu bestärken und neue Bestellungen zu generieren. Es entstand eine angeregte Diskussion darüber, welche Schritte nötig seien, um sich bei Thurgauer Firmen vermehrt bemerkbar zu machen. Nadja Anderes stellte einige Werbeaktivitäten für den Geschenkharass vor. Inserate und Messe- und Marktauftritte gehören nach wie vor dazu.


Isabelle Schwander







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