Ausgabe Nummer 14 (2008)
22. VOFG-Fleckviehauktion in Osterhalden, Frauenfeld
Wenige Tiere zu hohen Preisen
Der Durchschnittspreis bei der Frühjahrsfleckviehauktion lag bei 4009 Franken und damit um 566 Franken höher als bei der Novemberauktion, was absolut neuer Rekord bedeutet.Vor der 22. Fleckviehauktion des Verbands Ostschweizer Fleckvieh Zuchtgenossenschaften (VOFG) war verschiedentlich zu hören, dass die Qualität zwar gut, aber auch schon besser gewesen sei. Bereits die ersten Rinder und Kühe zeigten aber, dass Tiere aller Rassen zurzeit Mangelware sind. Entsprechend schnellten auch die Preise in die Höhe. Lag der höchste Tagespreis im letzten November noch bei 4500 Franken, konnte der gewiefte Auktionator und Nationalrat Andreas Aebi aus Alchensdorf BE zwei Kühe zu je 5100 Franken einem Käufer zuschlagen. Der Durchschnittspreis bei der Novemberauktion lag noch bei 3443 Franken. Bei der Frühjahrsauktion wurde im Schnitt 4009 Franken für ein Tier bezahlt. Alle 33 aufgeführten Tiere konnten verkauft werden. Bei der Herbstauktion vom vergangenen Jahr wurden 62 Kühe aufgefahren.
Zufriedene Organisatoren
OK-Präsident Herbert Hablützel wehrte sich gegen die Feststellung, dass nicht Topqualität aufgeführt wurde. Dies beweisen nach seiner Meinung die hohen Milchleistungen und die guten Bewertungen der Inhaltsstoffe. Die hohen Preise begründet er mit der momentanen Marktsituation und dem Mangel an genügend Milchvieh. Rundum zufrieden zeigte sich auch Andreas Aebi. Nach seiner Feststellung sind an den Auktionen wieder vermehrt interessierte und kauffreudige Milchviehhalter anwesend.
Blumenstrauss als Dank
Während den bisherigen 22 Fleckvieh- Auktionen zeichnete Irene Baur für die Administration und Abrechnung verantwortlich. Aus familiären Gründen erklärte sie ihren Rücktritt. Hablützel würdigte ihre grosse Arbeit. Als Dank durfte sie einen Blumenstrauss entgegennehmen.
Mario Tosato

