Ausgabe Nummer 42 (2010)

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25 000 Franken Preisgelder für die allerbesten

An der OLMA in St. Gallen wurden die Teilnehmer des nationalen Biodiversitäts-Wettbewerbs mit 6 Mal Gold, 12 Mal Silber und 18 Mal Bronze ausgezeichnet.

 

Am letzten Samstag fand an der OLMA im Anschluss an die Fachtagung «Biologische Vielfalt ist Gold wert» zum UNOJahr der Biodiversität die Preisverleihung für den Projektwettbewerb Biodiversität statt. Im Rahmen dieser Fachtagung wurde sechs Mal Gold, zwölf Mal Silber und 18 Mal Bronze an die Wettbewerbsteilnehmer aus der Deutschschweiz verliehen. Erika Loser vom Bundesamt für Landwirtschaft, Peter Althaus von IP Suisse, und Karin Nowack von Bio Suis- se beleuchteten die zentrale Funktion der Biodiversität für die Landwirtschaft und deren Beitrag zur Artenvielfalt. In einer nationalen Ausschreibung hatten agridea und die schweizerischen Hochschulen für Landwirtschaft im internationalen Uno- Jahr der Biodiversität einen nationalen Wettbewerb ausgeschrieben. Prämiert wurden kreative Massnahmen zur Förderung der Artenvielfalt auf Bauernhöfen. Das Bundesamt für Landwirtschaft, die Fondation Sur-la-Croix, der Fonds Landschaft Schweiz, das Bundesamt für Umwelt und der Schweizerische Bauernverband unterstützten das Projekt fi nanziell. Eingegangen sind 56 Projekte von Bauern und Bäuerinnen sowie Lernenden aller Stufen, die auf unterschiedlichste Weise einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Den allerbesten Projekten winkten Preisgelder im Gesamtwert von 25 000 Franken. Die Preise wurden von der Jurypräsidentin Nationalrätin Maya Graf an der OLMA übergeben. Auch verschiedene Persönlichkeiten aus dem Thurgau wurden mit Bronze ausgezeichnet.

 

Biodiversität ist nicht einfach ein leeres Schlagwort

In seinem Grusswort stellte Nationalrat Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, fest, dass der Wettbewerb, der unter dem Motto «Landwirtschaft braucht Biodiversität – Biodiversität braucht die Landwirtschaft» stand und nun an der OLMA den krönenden Abschluss fand. Die 56 eingereichten Projekte zum Thema Biodiversität beweisen, dass die Biodiversität für die Bauernfamilien nicht einfach ein leeres Schlagwort oder ein Muss für den Erhalt der Direktzahlungen sei. Im Gegenteil: «Wer sucht, der fi ndet in der Praxis viele kreative und zum Teil unkonventionelle Ideen, einzelne Arten, Sorten oder Lebensräume zu erhalten und zu pflegen», sagte Walter.

 

Mario Tosato



Zu den Bronzegewinnern zählte auch Claus Ulmmann, ehemaliges Vorstandsmitglied
des Verbands Thurgauer Landwirtschaft. (tos)
Zu den Bronzegewinnern zählte auch Claus Ulmmann, ehemaliges Vorstandsmitglied des Verbands Thurgauer Landwirtschaft. (tos)