Ausgabe Nummer 33 (2008)
3. Einachserrennen in Lanterswil
Spannende Rennen mit einzigartigen Vehikeln
In den stärksten Kategorien dominieren bei den Einachserrennen nach wie vor die Piloten aus der Innerschweiz. Die 4000 Zuschauer konnten auch drei Thurgauer Siege bejubeln.Auch bei der dritten Auflage des Einachserrennen in Lanterswil zeigten sich, bei idealen Bedingungen, über 4000 Besucherinnen und Besucher vom Dröhnen der Motoren, den einzigartigen Boliden und den kühnen Fahrkünsten der Piloten begeistert. Um die Sicherheiten der Fahrer und der Zuschauer noch besser zu gewährleisten, wurde die Piste um rund 80 Meter auf knapp 500 Meter verlängert. Die Sturzräume wurden ausgebaut und die neuralgischen Punkte noch besser gepolstert. Mit dem Ausbau der Piste wurde die Übersicht für die Zuschauer nochmals verbessert. Die Besucher zeigten sich fasziniert, wie aus Bucher-, Rapid- und Aebi- Grassmähern Boliden entstehen. Ab und zu konnten die Fahrer ihre Gefährte kaum bändigen. So erreichte nicht jeder Einachser das Ziel aus eigener Kraft. Deshalb mussten einzelne Boliden mit fremder Kraft aus der Gefahrenzone gebracht werden. Den Pechvogelpreis holte sich Remo Kälin, Alpthal, mit einem Eigenbau Open AM 1000 Yamaha 120 4 x 4. Sein Fahrzeug hat bei der ersten Zieldurchfahrt am Boden aufgeschlagen und auf den nächsten Metern diverse Teile verloren, sodass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war.
Schnelle Innerschweizer Piloten
Bei den grösseren Klassen beherrschen die Fahrer aus der Innerschweiz nach wie vor die Szene. So wurden die schnellsten Laufzeiten von den beiden Piloten aus Schindellegi, Thomas Schatt mit der Honda VFR 750 cm3, 80 P, und Rico Birchler, mit der Suzuki 750 cm3, Jahrgang 2008, in je 1:23.20 herausgefahren. Mit 2:49.25 in zwei Läufen holte sich Birchler auch den viel bejubelten Tagessieg. Aber auch die Thurgauer hatten Grund zum Jubeln. So siegte Martin Allensbach, Wilen-Gotthaus, auf seinem Rapid Spezial, Kategorie Standard, bis 1970, in der Totalzeit von 5:42:8; Beat Schönholzer mit 4:21.09 in der Zeit von 4:21.09 in der Kategorie Standard, ab 1970, und Pascal Pfister, Schönenberg, KTN 3000 cm3, Zweitakt, 62 PS, in der Kategorie Eigenbau.
Die Sieger
Standard, bis 1970:
1. Martin Allenspach, Rapid Spezial, Wilen-Gottshaus, Gesamtzeit 5:42.83.
Standard ab 1970:
1. Beat Schönholzer, Sulgen, 4:21.09.
Sport:
1. Daniel Höfliger, Bucher K3 Jahrgang 1962, MAG 1045, 11 PS, 3:21.39.
Prototypen:
1. Lukas von Flüe, Ebnet, Rapid Super, Jahrgang 1952, Subaru Justy 55 P., 3:22.08.
Eigenbau:
1. Pascal Pfister, Schönenberg, KTM 300 cm3, Zweitakt, 62 PS, 3:19.50.
Eigenbau Open:
1. Rico Birchler, Schindellegi, Suzuki 750 cm3, Jahrgang 2008, 2:49.25.
Schnellste Laufzeit:
Thomas Schlaft, Honda VFR, 750 cm3, 80 P., zeitgleich mit Rico Birchler, Suzuki 750 cm3, Jahrgang 2008, in 1:12.20. (tos)
Motorsport boomt auf dem Lande
Rundum zufrieden zeigte sich OK-Präsident John Koller, besuchten doch wie in den Vorjahren über 4000 Besucher das Spektakel. Dazu verlief der ganze Event unfallfrei und ohne Zwischenfälle. Zu den Höhepunkten zählte er auch die Vehikelschau vom Sonntag mit über 100 sehenswerten Traktoren, Oldtimern, selbstgebauten Vehikeln und andrem mehr. Als Motorsportfan outete sich auch Ruedi Zbinden, Gemeindeammann aus Bussnang. Er stellt fest, dass der Motorsport schon seit geraumer Zeit einen eigentlichen Boom erlebe.
Mario Tosato

