30 Schwarzbunte stehen im Zentrum
Ausgabe Nummer 38 (2003)
30 Schwarzbunte stehen im Zentrum
| WEGA: Thurgauer Holsteinzucht im Schaufenster | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 165 Herdebuchbetriebe mit Schwarzflecken gibt es im Thurgau verteilt auf drei Genossenschaften. Die Thurgauer Holsteinzüchter halten zusammen gegen 6000 weibliche Herdebuchtiere. Eine Auswahl von dreissig Spitzenkühen wird in Weinfelden zu sehen sein. Es ist die erste Holstein-Ausstellung dieser Art an der WEGA. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Drei Holsteinzuchtgenossenschaften gibt es im Kanton Thurgau. Mit Gründungsjahr 1970 ist die Genossenschaft Berg die älteste. Zusammen mit den Genossenschaften Oberthurgau (vormals Arbon-Bischofszell) und Wetzikon stellen die Thurgauer Holsteinzüchter an der diesjährigen WEGA 30 Spitzentiere aus. Aus dem Kreis der Schwarzflecken wird dann am Sonntag die Miss WEGA erkoren (siehe Programm). Die Thurgauer Holstein-Züchter brauchen den schweizerischen Vergleich nicht zu scheuen. So gehörten Milchkühe des Betriebes Baumberger aus Raperswilen in der Schweiz jahrelang zu den Besten punkto Milchleistung. Topleistungen Die derzeit beste Thurgauer Holsteinkuh steht nun im Stall von Alwin Bachmann in Rosenhuben. Seine Kuh «Imke», eine Montafon-Tochter, erbrachte in der dritten Laktation (300 Tage) eine Leistung von 15 220 Kilogramm Milch. Die am 30. Januar 1998 geborene Kuh kam als 2,5- jähriges, trächtiges Rind aus Deutschland in die Schweiz. Die Mutter und Grossmütter Imkes zeichneten sich laut Alwin Bachmann durch sehr gute Gehaltswerte und -vererbung aus. Die gute Abstammung und das schöne Exterieur hätten ihn zum Kauf des Rindes bewogen, sagt Bachmann. Bereits die erste Laktation (320 Tage) mit sehr guten 12 437 Kilogramm Milch bestätigte Bachmanns Erwartungen. In der zweiten Laktation wurden nach 329 Tagen genau 15 000 Kilogramm gemessen. Gute Zuchtwerte und kurze Serviceperiode Nach der neuesten Zuchtwertetabelle führt Imke mit plus 2611 kg Milch und plus 71 kg Eiweiss die Schweizer Rangliste an. Einzig im Fett «fällt» Imke etwas ab. In der Juli/August-Rangliste der IMEL-Werte des Holsteinzuchtverbandes steht Bachmanns Imke an dritter Stelle. Züchter Alwin Bachmann hat aber nicht nur Freude an den Leistungen seiner Top-Kuh, sie überzeugt ihn auch punkto Fruchtbarkeit. «Sie wurde jedesmal mit der ersten Besamung trächtig», meint er und verweist auf die letzte Serviceperiode von nur 62 Tagen. Morgen Samstag, 20. September, hat sie ihren vierten Abkalbetermin. Sie wird daher nicht an der WEGA zu sehen sein, wogegen ihre Tochter Jule (Vater: Leben) unter den 30 ausgestellten Holstein-Kühen ist. Sohn Ikarus (Vater: Boss) steht im KB-Programm der Firma Big-X. Im Laufe des nächsten Jahres soll von ihm so genanntes gesextes Sperma mit ausschliesslich «weiblichen» Spermien erhältlich sein. Ganzjahressilage und Halbtagesweide Die Herde von Alwin Bachmann zählt rund 40 Tiere. Die Herde mit einem Leistungsdurchschnitt von mehr als 10 000 Kilogramm Milch wird das ganze Jahr mit Silage gefüttert. Während der Vegetationsperiode ergänzt Halbtagesweide die Ration. Kraftfutter gibt es an der Station im Laufstall und «als Dessert und um die Raufutteraufnahme zu steigern» zusätzlich einige Kilogramm an der Krippe. Nicht ohne Stolz erwähnt Alwin Bachmann zudem, dass er seinen ganzen Bestand homöopathisch behandelt. «Die Tiere sehen ausser zum Trockenstellen keine Antibiotika», erklärt er. (hil) |
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