Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


- 4. Junglandwirtekongress: Eine klare Strategie ist die halbe Miete

Ausgabe Nummer 4 (2017)

So verschieden die bäuerlichen Betriebe in der Schweiz sind, so unterschiedlich sind auch ihre Strategien. Das brachte der 4. Junglandwirtekongress am 21. Januar am Inforama Rütti in Zollikofen BE unter dem Motto «Betriebsstrategien – Wege zum Erfolg» deutlich zutage.

Rund 150 Junglandwirtinnen und Junglandwirte aus allen Ecken der Schweiz folgten am 21. Januar 2017 der Einladung der Junglandwirtekommission (JULA) des Schweizer Bauernverbands (SBV) zum 4. Junglandwirtekongress am Inforama Rütti in Zollikofen BE unter dem Titel «Betriebsstrategien – Wege zum Erfolg». So verschieden die Betriebe auch sind – eine klare Strategie, die zum Betrieb passt, zu finden und konsequent umzusetzen ist erfolgversprechend. In diesem Punkt waren sich die sechs Referenten einig. Bauernverbandspräsident Markus Ritter, der die Grussbotschaft überbrachte, riet den Junglandwirten, mehrere Varianten durchzurechnen. Nachmittagsreferent Ronny Köhli gab den Tipp mit auf den Weg, sich selber treu zu bleiben und das zu machen, was Freude bereitet. Er betonte aber gleichermassen auch, wie wichtig es ist, die Finanzen im Griff zu haben und «besser einmal zu viel zu rechnen ».
Martin Keller, CEO der fenaco, motivierte die Junglandwirte, ihren Betrieb nach einer klaren Strategie auszurichten, damit würden sie auch «langfristig und erfolgreich gesunde sowie sichere Schweizer Lebensmittel produzieren». Christof Züger, CEO der Züger Frischkäse AG, hat mit der bio-laktosefreien Produktelinie eine europäische Nische mit Erfolg besetzt. Auf dem Weg dahin sei es wichtig gewesen, «auf der Hauptstrasse zu bleiben und nicht auf Nebenstrassen abzuschweifen». Zusätzlich zu den Hauptreferenten Keller und Züger lauschten die Kongressteilnehmenden auch am Nachmittag weitere Erfolgsgeschichten in vier zur Wahl stehenden Seminaren.
Die Teilnehmer profitierten aber nicht nur vom riesigen Erfahrungsschatz der Referenten, sondern nutzen auch die Zeitfenster dazwischen für den Austausch untereinander. Die Gespräche und der gemeinsame Apero zum Abschluss brachten Anstösse und Ideen für neue Projekte. Die JULA zieht als Organisator eine positive Bilanz zum Anlass. Genutzt wurde auch die Gelegenheit, dem abtretenden Präsident Hansueli Rüegsegger am Kongress für sein langjähriges Engagement in der JULA zu danken. Mit viel Herzblut prägte er die Weiterentwicklung der JULA massgeblich mit. Diesen Schwung will die JULA mit dem neuen Präsident Christian Schönbächler beibehalten und dafür einsetzen, noch weitere Junglandwirte zu motivieren, sich gemeinsam für ihre Anliegen einzusetzen.

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