Ausgabe Nummer 36 (2007)
4. Mutterkuhhalterstamm
Fleischverkauf prosperiert weiter
Die Teilnehmer wurden über die Umstellung Milchwirtschaft/Mutterkuhhaltung,Weidemanagement und Verbandsneuigkeiten informiert.Der vierte Mutterkuhhalterstamm, zu welchem Michael Dubach, Fachstelle Betriebsberatung und Landtechnik des BBZ Arenenberg, einlud, fand auf dem Betrieb von Thomas und Susanne Frei-Roth in Uesslingen, statt. Über 90 Bäuerinnen und Bauern folgten der Einladung. In einem eindrücklichen Referat schilderte Thomas Frei die Umstellung vom Milchwirtschaftsbetrieb zur Mutterkuhhaltung. Er erinnerte an die ersten Schwierigkeiten mit kranken Tieren und Kälbern. Dank dem neuen Klimastall und den gemachten Erfahrungen konnten die Probleme behoben werden. «Heute ist die ganze Familie über die Umstellung auf Mutterkuhhaltung glücklich», sagte Frei.
Weiden mit Mutterkühen
In seinem Referat «Weiden mit Mutterkühen » stellte Bernhard Kraft, Futterbauberater BBZ Arenenberg, fest, dass Weidetiere zuerst die schmackhaften und nährstoffreichsten Pflanzen und Pflanzenteile fressen. Bei der Weideführung sei auf ein genügendes Angebot und beste Qualität zu achten. Damit könne ein guter Verzehr mit hoher Leistung gefördert werden. Für heterogene Zonen empfahl Kraft Umtriebsweide und für grosse homogene Parzellen Kurzrasenweide. Er orientierte über die Kombination Kurzrasenweide/ Umtriebsweide sowie über Neuansaaten und Übersaaten.
Erfreuliche Entwicklung bei Natura-Beef
Zum Abschluss des Mutterkuhhalterstamms informierte Urs Vogt, Geschäftsführer SVAMH, über die Entwicklung des Verbands. Zurzeit zähle der SVAMH 4734 Mitglieder aus allen Regionen. Vogt gab der Freude Ausdruck, dass der Fleischverkauf weiter prosperiere. Die Nachfrage nach schlachtreifen Tieren sei sehr gross. Bei Natura-Beef konnten zusätzlich 3000 Tiere mit 175 neuen Betrieben generiert werden. Seit März würden nur noch FLHB-Stiere eingesetzt. Erfreulich sei auch die Entwicklung bei SwissPrimBeef. Laut Vogt tragen die neuen Massnahmen des SVAMH erste Früchte. So konnte durch identische Reglemente die Mengenbewirtschaftung weiter optimiert werden. Durch die Genetikanforderung konnte die Produktequalität verbessert werden. Wie Vogt weiter berichtete, konnte das Marktvolumen durch intensive Marktbearbeitung vergrössert werden. Mit neuen Produkten konnten zudem neue Absatzkanäle geöffnet werden.
Mario Tosato

