Ausgabe Nummer 34 (2007)

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43. Generalversammlung der Käse-Reifungs AG in Weinfelden

Alle bisherigen Werte übertroffen

Beim Käseeingang konnte die Thurgauische Käse-Reifungs AG mit einem Zuwachs von 338 005 Kilogramm Emmentaler (plus 6,84 Prozent) gegenüber dem Vorjahr alle bisherigen Werte übertreffen.

In seinem Jahresrückblick auf das Produktionsjahr 2006/2007 erinnerte Verwaltungsratspräsident Alfred Ernst, Thurgauische Käse-Reifungs AG, daran, dass das Parlament beschlossen habe, die Verkäsungszulage von 15 Rappen und die Siloverbotsentschädigung von drei Rappen pro Kilo Milch bis ins Jahr 2011 auszubezahlen. Vorbehalten sei jedoch, ob die Budgetmittel des Bundes für diese Zulagen ausreichen, wenn die Milchmenge, die zu Käse verarbeitet werde, steige. Die Öffnung der Grenze für Käse und Milchprodukte mit der EU per 1. Juni sowie die Abschaffung der Milchkontingentierung sorge für viel Bewegung im Schweizer Milch- und Käsemarkt. Ernst gab der Überzeugung Ausdruck, dass für den Schweizer Emmentalerkäse als Nischenprodukt im europäischen Markt eine Chance bestehe, wenn die Qualität und die Vermarktungsleistung stimme. Er gab der Freude Ausdruck, dass der Preis für Emmentalerkäse innerhalb von 20 Monaten um rund einen Franken pro Kilo angehoben werden konnte.

Eindrücklicher Strukturwandel
Die Abnahme bei den Emmentalerkäsereien von 612 Betrieben im Jahre 1995 auf 207 Betriebe im 2006 zeige den Strukturwandel eindrücklich, dem die Emmentalerbranche unterzogen sei. Wie Ernst festhält, werden die Liefermengen pro Betrieb immer grösser. Im Berichtsjahr wurden 47 051 Laibe mit einem Gewicht von 4 944 919 Kilo (Vorjahr: 4 606 914 Kilo) angeliefert. Dies ergebe gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 338 005 Kilo oder 6,84 Prozent. Mit dieser Menge konnten einmal mehr alle bisherigen Werte übertroffen werden. «Die Bewältigung dieser neuen Auslastungsspitze wurde dank guter Organisation, dem kompetenten Team und der Leistungsfähigkeit der neuen Behandlungsanlage ermöglicht», so Ernst.

Gute bis sehr gute Qualität
Per 1. Mai 2007 wurden die Behandlungsgebühren um 1.50 Franken pro 100 Kilo erhöht. Mit dieser Anpassung könne ein Teil der seit dem Jahr 2000 aufgelaufenen Teuerung aufgefangen werden. Gleichzeitig können die betriebsnotwendigen Amortisationen auf den hohen Investitionen der letzten Jahre generiert werden. Die vom Verwaltungsrat beschlossenen Änderungen und Sanierungen an der Pflegeanlage wurden in mehreren Etappen ausgeführt und in einigen Teilen abgeschlossen werden. Laut Betriebsleiter Ernst Lehmann kann die Käsequalität, die von den Handelsfirmen eingewogen wurde, durchwegs als gut bis sehr gut deklariert werden. Die Einführung eines QS-Systems zur Zertifizierung des Betriebes bereite einen grossen zeitlichen Aufwand. Damit konnte das Ziel, im Sommer 2007 zu starten, nicht eingehalten werden. Der Jahresgewinn fiel mit 106 000 Franken wiederum erfreulich aus, womit eine Dividende von drei Prozent ausbezahlt werden kann. Im Verwaltungsrat ersetzt Bernhard Näf, Käsermeister, Guntershausen, Roland Stäheli, Frauenfeld, der dem Verwaltungsrat seit 1983 angehörte.

Mario Tosato


Verwaltungsratspräsident Alfred Ernst begrüsst Bernhard Näf als neues Verwaltungsratsmitglied
und verabschiedet Roland Stäheli als bisherigen Verwaltungsrat (von links). (tos)
Verwaltungsratspräsident Alfred Ernst begrüsst Bernhard Näf als neues Verwaltungsratsmitglied und verabschiedet Roland Stäheli als bisherigen Verwaltungsrat (von links). (tos)