Ausgabe Nummer 32 (2003)
98,7 Prozent anstandslose Milchproben
| Jahresbericht 2002 des Milchwirtschaftlichen Inspektions- und Beratungsdienstes TG | ||||
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| Nach dem unlängst veröffentlichten Jahresbericht 2002 des Milchwirtschaftlichen Inspektions- und Beratungsdienstes Thurgau (MIBD TG) stellten im Berichtsjahr 126 Milchbetriebe ihre Produktion ein. Bei den Kontroll- und Laborergebnissen konnte erneut eine positive Bilanz gezogen werden. | ||||
| Im Kanton Thurgau wurde im Berichtsjahr 2002 in 1822 Milchproduktionsbetrieben (2001: 1948) der weisse Rohstoff Milch gewonnen und in 116 Käserei- und anderen Milchverarbeitungsbetrieben (2001: 117) zu gesunden und hochwertigen Nahrungsmittel verarbeitet. Die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung und Beratung der Milchproduzenten und Milchverarbeitungsbetriebe obliegt im Kanton Thurgau dem Milchwirtschaftlichen Inspektions- und Beratungsdienst (MIBD TG), einer Abteilung des Landwirtschaftsamtes. Erschwerte Bedingungen Das Jahr 2001 stand im Zeichen wiederholter Erhöhung der Gesamt-Milchkontingentsmenge bei gleichzeitiger Zunahme des Lagerbestandes von Emmentalerkäse. Dies führte zum Preiszerfall und zu drastischen Fabrikationseinschränkungen. Ein massiver Preiseinbruch war auch bei der Einschränkungsmilch zu verzeichnen. Zusätzlich zu diesen negativen Folgen kam noch die Nachlassstundung der Swiss Dairy Food, des grössten Milchverwerters der Schweiz. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MIBD TG, vorab für die Inspektoren und Berater, war es unter diesen Umständen nicht immer einfach, vor Ort die richtige Atmosphäre zu schaffen und das anvisierte Ziel in nützlicher Frist zu erreichen. Trotz allem hält der MIBD fest, dass die Qualitätssicherung in den meisten Betrieben gut umgesetzt wird. Die üblichen Aufgaben konnten vollumfänglich erfüllt werden. Der Wechsel von der Alten zur neuen Norm ISO/IEC 17025 konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Verbesserte Werte Die monatlich bei jedem Milchproduzenten erhobenen Proben werden im akkreditierten MIBD-TG-Labor in Weinfelden auf Fetteiweiss, Keimbelastung, Zellgehalt und auf allfällige Hemmstoffe und Spülwasserrückstände untersucht. Im Berichtsjahr wurden total 189 573 verschiedene Analysen durchgeführt. Von den im Rahmen der Qualitätskontrolle Verkehrsmilch untersuchten 23 890 Milchproben wurden 98,7 Prozent nicht beanstandet. Im Berichtsjahr wurden in elf Milchproben Hemmstoffrückstände festgestellt. In den beiden Vorjahren wurden in 27 Proben solche Rückstände festgestellt. Diese deutliche Verbesserung lässt die Vermutung zu, dass die strikte Kennzeichnung der mit Medikamenten behandelten Tiere wesentlich dazu beiträgt, dass keine Antibiotikarückstände in die Verkehrsmilch gelangen können. Hohe Käsequalität Bei den im MIBD-TG-Labor eingelieferten 12 805 käsereispezifischen Proben wurden insgesamt 32 867 Analysen durchgeführt. Im Berichtsjahr produzierten im Thurgau 73 Käsereien Emmentalerkäse. Nebst der Hauptsorte stellten einige Emmentalerkäsereien kleine Mengen von Halbhart- oder Weichkäse und andere Milchspezialitäten her. Die Qualität bei den Emmentalerkäsen war in den meisten Betrieben gut bis sehr gut. 13 Käsereien im Thurgau produzierten Tilsiterkäse. Fünf davon stellten Käse aus pasteurisierter Milch her. In der Fabrikationsperiode Winter 2001/02 wurden 96,8 Prozent und im Sommer 93,4 Prozent der Klasse I zugewiesen. Im Thurgau fabrizierten 10 Käsereien Appenzellerkäse, von denen im Winter 2001/02 97,7 Prozent und im Sommer 2002 98,8 Prozent mit Klasse I taxiert wurden.
Mario Tosato
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