Ausgabe Nummer 52 (2004)

zurück zur Übersicht

Am Waldrand trifft man sich – reden miteinander

In eigener Sache
 
Am Waldrand trifft man sich – reden miteinander
 
Wald ist auch für die Landwirtschaft wichtig. Viele Bauern sind auch Waldbesitzer und/oder Jäger. Die Landwirtschaft dient nicht nur der Landschaftspflege, sondern an erster Stelle steht nach wie vor die Produktion von Nahrungsmitteln. Boden steht den landwirtschaftlichen Betrieben nicht im Überfluss zur Verfügung, sodass das vorhandene Land bis an den Waldrand optimal genutzt werden muss.
 
Darum können sich verschiedene Problempunkte ergeben, wenn ein Landwirtschaftsbetrieb an den Wald grenzt. Diese Probleme und unterschiedlichen Interessen zwischen Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Jägern sollen mit gegenseitigen Gesprächen im Einvernehmen aller Beteiligten gelöst werden. Die folgenden Punkte geben auch aus Sicht der Landwirtschaft oft Anlass zu Diskussionen:
– Definition Waldrand
– Konsequentes Zurückschneiden des Waldrandes
– Pragmatisches Vorgehen bei unregelmässigem Grenzverlauf
– Schäden im Kulturland durch Wildtiere
– Ungehinderte Entwicklung von mehrjährigen Unkräutern (z.B. Ackerkratzdisteln)
Wenn ein Betrieb die Möglichkeit hat, sein Kulturland mit ökologischen Ausgleichsflächen gegen den Waldrand abzugrenzen oder in einen Vernetzungskorridor zu legen, kann möglichen Konflikten, wie sie oben erwähnt sind, vorgebeugt werden.

Gespräch zwischen Jäger, Förster und Landwirt ist entscheidend
Wird eine Fläche oder ein Raum von mehreren Parteien beansprucht, können Probleme auftreten. Dies passiert auch im Übergang vom Wald zur Flur. Die Jagd- und Forstinteressen decken sich nicht immer mit den Betriebsinteressen des Landwirts. Zwar gibt es für viele Situationen Gesetzesparagraphen, welche das Vorgehen regeln. Viele Konflikte lassen sich so jedoch oft gütlich lösen. Deshalb steht das direkte, persönliche Gespräch zwischen Waldbesitzer und Landwirt, Waldbesitzer und Jäger oder Landwirt und Jäger im Vordergrund. «Aber eben, man muss reden miteinander!»

Kathrin Bäurle
 

Leserumfrage – Gelegenheit nutzen!
In der heutigen Ausgabe des Thurgauer Bauer sind die «Blätter aus dem Thurgauer Wald» enthalten. Die Blätter erscheinen viermal jährlich im Thurgauer Bauer, jeweils am Ende der folgenden Monate: März, Juni, September und Dezember.
Die Thurgauer Waldbesitzer nehmen die Thurgauer Landwirte ernst. In der aktuellen Ausgabe finden Sie eine Leserumfrage. Füllen Sie die Fragebogen aus, die Thurgauer Waldbesitzer möchten wissen, welche Interessen und Probleme Sie im Zusammenhang mit Wald haben. Nutzen Sie diese Gelegenheit, den Waldbesitzern Ihre persönliche Meinung mitzuteilen: Den Fragebogen ausfüllen, heraustrennen und an folgende Adresse schicken:
Forstamt Kanton Thurgau, «Leserinnen- und Leserumfrage», 8501 Frauenfeld
Die Auswertung der Leserumfrage wird Ende März 2005, in der nächsten Ausgabe «Blätter aus dem Thurgauer Wald», publiziert. kb

 
 
top     schliessen