Ausgabe Nummer 26 (2008)

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Ammoniakprojekt: Alle Massnahmen tragen zum angepeilten Ziel bei

Das Projekt zur Reduktion der Ammoniakemissionen im Kanton Thurgau ist gut angelaufen. Beinahe 600 Landwirte haben sich dafür angemeldet. Im Zentrum steht die Reduktion durch Güllen mit dem Schleppschlauchverfahren. Das Projekt beinhaltet aber noch andere Massnahmen, die es auch zu berücksichtigen und umzusetzen gilt.

595 Landwirte haben sich für das Ammoniakprojekt angemeldet und einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich bereit erklären, durch verschiedene Massnahmen die Ammoniakemissionen auf dem Betrieb zu vermindern.Weniger Emissionen bedeutet gleichzeitig, dass mehr Stickstoff als wertvoller Dünger für die Pflanzen zur Verfügung steht. In drei Merkblättern der AGRIDEA, welche einen integrierenden Bestandteil der Vereinbarung mit dem Landwirtschaftsamt darstellen, werden die verschiedenen Massnahmen und ihre Umsetzung ausführlich beschrieben. Im Zentrum der Umsetzungsmassnahmen steht das Güllen mit Schleppschlauch. Daneben gibt es aber weitere Punkte im Hofdüngermanagement, die auch zum Erfolg beitragen. So sind auch die regelmässige Reinigung des Laufhofs und der Stallgänge in Ställen mit planbefestigten Böden wichtige Massnahmen zur Verhinderung von Stickstoffverlusten. Weil es um einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung des Hofdüngermanagements geht, gehören diese Massnahmen ebenso zum Projekt wie das Güllen mit Schleppschlauch. Mit der Vereinbarung hat sich der Landwirt verpflichtet, auch diese Massnahmen zu treffen.

Wie die in der Zwischenzeit angelaufenen ÖLN-Kontrollen zeigen, haben das offenbar nicht alle Landwirte realisiert. So wurde insbesondere festgestellt, dass der regelmässigen Reinigung von Laufhof und Laufflächen noch zu wenig Beachtung geschenkt wird. Wir machen deshalb nochmals auf die mit dem Vertrag zugestellten AGRIDEA-Merkblätter aufmerksam, welche auch zu diesen Punkten detaillierte Aussagen enthalten.

Wir danken allen Landwirten, die mithelfen wollen, das angestrebte Ziel zu erreichen für ihren Beitrag. Sie helfen nicht nur mit, die Ammoniakemissionen zu vermindern; sie profitieren auch davon, dass mehr Stickstoff für die Ernährung der Pflanzen zur Verfügung steht.

Landwirtschaftsamt Thurgau, Markus Harder