Ausgabe Nummer 4 (2006)

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Anmeldung zur Nmin-Aktion 2006 im Getreidebau

Anmeldung zur Nmin-Aktion 2006 im Getreidebau

Den Gratis-Stickstoff des Bodens nutzen

Mit einer Nmin-Probe wird festgestellt, wie viel verfügbarer Stickstoff im Boden bereits vorliegt und folglich nicht gedüngt werden muss beziehungsweise wie viel N noch zu ergänzen ist.
Der Rückblick auf die Nmin-Gehalte der letzten beiden Frühjahre beim Getreide zeigt einmal mehr, dass das N-Angebot zwischen den Parzellen sehr unterschiedlich hoch sein kann, nämlich zwischen 9 und 93 kg (2004) beziehungsweise zwischen 11 und 123 kg N pro ha (2005), siehe Abbildung. Wer Proben stach, konnte entsprechend reagieren und den N dort düngen, wo er noch fehlte.

Eher relativ höhere Werte zu erwarten

Auf die Nmin-Werte 2006 darf man gespannt sein. Im vergangenen November und Dezember fielen vielerorts 30 bis 40 Prozent weniger Niederschläge als im langjährigen Mittel. Zudem weisen viele Parzellen eine intakte Bodenstruktur auf (Durchlüftung). Bei normaler Witterung in den noch folgenden Wochen könnten so relativ höhere Nmin-Gehalte resultieren. Doch erst die Analysen der Proben 2006 werden die wirklichen Verhältnisse an den Tag bringen.

In welchen Fällen ist eine Nmin-Untersuchung besonders sinnvoll?

Eine Nmin-Untersuchung lohnt sich ...
– insbesondere bei Weizen und Triticale
– nach Vorkulturen, welche relativ viel Stickstoff hinterlassen (Wiesland, Kartoffeln, Mais, Leguminosen, ...)
– in Parzellen, welche oft mit Hofdüngern gedüngt werden
– in Parzellen mit mittlerem bis schwerem Boden
– in humusreichen Böden
– zur Erweiterung der eigenen Erfahrungen

Nmin-Proben im Getreidebau
jetzt anmelden

Auch dieses Jahr bietet Ihnen das Bodenlabor Arenenberg die Gelegenheit, Nmin-Proben zu günstigen Konditionen (35 Franken pro Parzelle) untersuchen zu lassen.
Bei der Nmin-Aktion im Getreidebau müssen die Proben in relativ kurzer Zeit verarbeitet werden, nämlich bei Vegetationsbeginn (zirka Ende Februar). Damit die Sammelstellen mit genügend Entnahmematerial ausgerüstet und die Analysenarbeiten im Labor gut bewältigt werden können, muss zum Vornherein bekannt sein, an welchem Tag wie viele Bodenproben zu untersuchen sind. Deshalb ist eine Anmeldung erforderlich.

Nmin-Gehalte zu Vegetationsbeginn bei Winterweizen im Thurgau in den
Jahren 2004 und 2005. (lbbz)

Am dritten Tag haben Sie das Ergebnis in der Post

Wenn Sie Getreideparzellen zur Untersuchung anmelden, wird Ihnen ein Termin zugeteilt. An diesem Tag können Sie das benötigte Material bei der von Ihnen gewünschten Sammelstelle abholen und Ihre Probe/n selbst entnehmen. Im Verlauf des Nachmittags werden die Nmin-Proben vom Bodenlabor bei den Sammelstellen abgeholt und am nächsten Tag untersucht. Die Untersuchungsergebnisse mit den Düngeempfehlungen erhalten Sie am dritten Tag nach der Probenahme mit der Post.

Zum Anmeldeformular

LBBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenbau und Düngung, Gregor Affolter