Ausgabe Nummer 23 (2004)

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Apfelwicklerbekämpfung richtig terminieren

Obstbau: Flugbeginn des Schalenwicklers und des Kleinen Fruchtwicklers
 
Apfelwicklerbekämpfung richtig terminieren
 
Die Falterfänge des Apfelwicklers variierten je nach Parzelle bisher recht stark. «Insegar» jetzt nur noch in späten Lagen einsetzen. Ein erster Einsatz von Granuloseviren (Madex 3, Granupom, Carpovirusine) ist ab sofort möglich. Wer Granuloseviren einsetzt, sollte den Apfelwicklerflug mit einer Pheromonfalle überwachen. Witterungs- und Flugbeobachtung helfen mit, die Anzahl Behandlungen möglichst gering zu halten.
Bei sehr hohen Temperaturen die Behandlungsintervalle kürzer wählen. Ab Anfang der Woche 24 können auch Häutungshemmer (Dimilin, Consult, Nomolt), Häutungsbeschleuniger (Prodigy und Mimic) mit Wirkung auch auf den Schalenwickler, sowie das Mittel «Stewart» gegen den Apfelwickler, Schalen- und Kleinen Fruchtwickler eingesetzt werden. Unbedingt zu beachten ist die Wirkungsdauer der Produkte, die zwei bis fast sechs Wochen dauern kann. Eine sinnvolle Einsatzstrategie vermindert das Risiko, dass auch dieses Jahr wieder grössere Schäden auftreten. Wird festgestellt, dass eine erste Behandlung nicht den erhofften Erfolg brachte und Resistenz eine Ursache dafür sein könnte, sollte die weitere Bekämpfungsstrategie mit dem Pflanzenschutzberater abgesprochen werden.
Bei den beiden anderen relevanten Wicklerarten, dem Schalenwickler und dem Kleinen Fruchtwickler, hat der Flug sehr zaghaft eingesetzt. Es sind noch keine Massnahmen angezeigt.

LBBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenschutz und Ökologie, Urs Müller, Telefon 071 663 33 04
 
 
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