Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Arenenberger-Laufstallstamm 2018, News und Geselligkeit!

Ausgabe Nummer 36 (2018)

Mit jeweils über 80 Besucher waren beide Abende des diesjährigen Arenenberger-Laufstallstammes sehr gut besucht. Auf dem Programm standen neben der Betriebsvorstellung und Besichtigung der Betriebe durch die Betriebsleiterfamilien Looser in Biessenhofen und Mathys in Affeltrangen zwei Vorträge. Das Milchviehteam hatte in seinem Input, aus aktuellem Anlass, über mögliche Lösungen zur Überbrückung der Trockenheit im Futterbau und der Fütterung vorgetragen. Abschliessend wurden die konkreten Erleichterungen der GLIB und des Landwirtschaftsamtes den Bauern weitergegeben.

Selbstverständlich waren die Vorstellungen der Betriebe durch die Betriebsleiterfamilien ein Höhepunkt der beiden Abende. Familie Looser konnte vor ein paar Jahren in einen neuen Kuhstall einziehen. Sie haben rund hundert Kühe, welche sie in einem Melkkarussell melken. Als technisches Hilfsmittel nutzt Familie Looser in ihrer Herde den Schrittzähler. Ansonsten nimmt sich der Betriebsleiter persönlich jeden Tag viel Zeit, um seine Herde im Detail zu beobachten. Zudem prüft er beim Melken jedes Tier auf sein Wohlergehen.
Familie Mathys hatte sich vor sechs Jahren beim Neubau ihrer Scheune für einen Melkroboter entschieden. Mit gut sechzig zu melkenden Kühen ist dieser vollständig ausgelastet. Neben Milchwirtschaft betreiben sie Ackerbau und Obstbau. Auf dem Hof arbeiten drei Generationen zusammen. Angestellte werden keine beschäftigt; bei Arbeitsspitzen werden Leistungen bei Dritten eingekauft. Bei Familie Mathys im Stall sind fast zehn verschiedene technische Hilfsmittel im Einsatz. Betriebsleiter Mathys wies deutlich darauf hin, dass es sehr wichtig sei, die gelieferten Daten persönlich zu überprüfen. Dennoch wurde schon mal eine Kuh besamt, weil der Roboter eine Brunst festgestellt hatte. Äusserlich konnte die Brunst nicht wahr genommen werden – und siehe da, die Kuh wurde trächtig! Im zweiten Vortrag des Abends ging Frau Dr. Christina Umstätter der Agroscope in Tänikon tiefer auf das Thema «Technische Hilfsmittel zur Herdenüberwachung » ein. Lesen Sie anschliessend dazu ihre Zusammenfassung zum Vortrag.
Gerne möchte ich mich nochmals herzlich bei den beiden Betriebsleiterfamilien für ihre Bereitschaft bedanken, ihre Höfe der Öffentlichkeit zu präsentieren und einen so tiefen Einblick zu gewähren. Ihnen ganz besonders aber auch den restlichen Thurgauer Bauerfamilien wünsche ich eine ertragreiche Ernte, und machen Sies GUT!


Bruno Ottiger
Milchviehteam BBZ Arenenberg







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