Ausgabe Nummer 30 (2003)

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Auf Blackensämlinge achten

Feldbau: Kunstwiesen-Neuansaaten
 
 
Trockenheit und Hitze sind ungünstig für die Anlage einer neuen Kunstwiese. Es führt zu extrem hohen Temperaturen an der Bodenoberfläche und verbrennt einen Teil der frisch auflaufenden Pflänzchen. Folge davon sind unregelmässige, lückige Bestände und eine erhöhte Anfangsverunkrautung. Während einjährige Samenunkräuter in der Regel mit einem Säuberungsschnitt beseitigt werden können, ist beim Auflaufen von vielen Blackenkeimlingen eine chemische Unkrautbekämpfung angezeigt. In Kunstwiesen-Neuansaaten deshalb rechtzeitig eine Aufgangskontrolle durchführen. Eine frühzeitige Bekämpfung der Blackenkeimlinge erübrigt oft weitere breitflächige Behandlungen während der Nutzungsperiode der Kunstwiese. Behandlungen mit einem MCPB-Mittel können bis ins 4- bis 6-Blatt-Stadium der Samenblacken erfolgreich durchgeführt werden. Der Klee muss bei der Behandlung 3 bis 4 Blätter haben. Reinigungsschnitt 3 Wochen nach der Behandlung durchführen. Nicht bei Luzerne, Alexandrinerklee, Perserklee und SM 450 mit Blumen anwenden. Es sind auch Wirkstoffmischungen möglich, welche zusätzliche Unkräuter miterfassen. Siehe dazu «Pflanzenschutzmittel im Feldbau 2003», Seite 67 (im Thurgauer Bauer vom 7. Februar 2003). Im ÖLN ist für Flächenbehandlungen in Kunstwiesen keine Sonderbewilligung nötig.

Kartoffeln
Der Krautfäule-Befallsdruck ist immer noch sehr gering. In alternden Beständen ist das Erkennen der Krankheit auf dem Blatt und an den Stängeln allerdings schwieriger. Verwechslungen mit Botrytis (braune Flecken mit grauem Pilzrasen auf Blattober- und unterseite), Alternaria (scharf abgegrenzte braune Flecken, oft mit konzentrischen Ringen), Welkekrankheiten oder bereits natürlich abgestorbenen Pflanzenteilen sind möglich. Der typische weisse Schimmelrasen am Übergang des Krautfäulefleckens ins grüne Gewebe ist nur bei genügend Feuchtigkeit sichtbar. Um späterem Knollenbefall vorzubeugen, ist es nötig, den Fungizidschutz bis zur Krautvernichtung aufrechtzuerhalten. Bei rechtzeitiger Erneuerung des Belages Kontakt-, bei zu langem Abstand bzw. nach stärkerem Regen teilsystemische Fungizide einsetzen. Auf den Einsatz von systemischen Mitteln verzichten. Um das Risiko einer Knolleninfektion zu mindern, ist die Krautvernichtung spätestens drei bis vier Tage nach der letzten Fungizidbehandlung durchzuführen.

LBBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenschutz und Ökologie, Hermann Brenner, 071/663 31 40
 
 
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