Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Austausch zweier JULAs

Ausgabe Nummer 36 (2017)

Junglandwirtekommission

Erstmals trafen sich die Junglandwirtekommissionen der Kantone Thurgau und St. Gallen für einen gemeinsamen Austausch. Im Zentrum standen dabei die gemachten Erfahrungen beim Aufbau der kantonalen Junglandwirtekommission.

Im Frühjahr 2014 hatte die Junglandwirtekommission im Kanton St. Gallen ihren Startschuss, diejenige des Kantons Thurgau bildete sich etwas später. Nun fand der erste Austausch der beiden Kommissionen statt. Es ging darum, sich kennenzulernen, Einblicke in die Organisationsstruktur zu erhalten und von den Erfahrungen des Nachbarkantons zu profitieren. Denn seit den Gründungen wurden viele Anlässe für die Junglandwirte in verschiedenen Formen durchgeführt und stiessen auf unterschiedlichen Anklang.
Die Anlässe dienen in erster Linie dem Meinungsaustausch unter den Junglandwirten. Sie sind eine Plattform, um zu diskutieren oder sich zu informieren. Gleichzeitig nutzen die Kommissionsmitglieder die Gelegenheit, den Puls ihrer Basis zu fühlen. Eine stärker verpflichtende Bindung zwischen Kommission und Basis besteht derzeit nicht. Auch über die Notwendigkeit einer offiziellen Basis und Chancen und Gefahren bei einer möglichen Vereinsgründung wurde am Austausch der beiden JULAs diskutiert. Weitere Formen der Kommunikation zur Basis, die weniger verpflichtend sind, sollen in erster Linie gefördert werden. In diesem Zusammenhang besprach man sich auch über die Nutzung von digitalen Medien sowie über Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen.
Auch die Interessensvertretung der Junglandwirte im St. Galler Bauernverband sowie im Verband Thurgauer Landwirtschaft wurde diskutiert. Den Sitzungen der beiden Kommissionen wohnen jeweils Mitarbeitende des St. Galler Bauernverbands beziehungsweise des Verbands Thurgauer Landwirtschaft bei, sodass der Informationsfluss vom und zum Verband gewährleistet ist. Der direkte Draht zur Verbandsgeschäftsstelle wird geschätzt.
In beiden Kommissionen ist jeweils ein Mitglied, welches auch Mitglied der Junglandwirtekommission des Schweizerischen Bauernverbands ist. Ihre Aufgabe ist es, die spezifischen Anliegen der kantonalen in die nationale JULA einzubringen. Sie informierten darüber, dass sich auch in den Kantonen Zürich und Graubünden JULAs im Aufbau befinden.
Weiter stellte man sich die Frage, ob es Sinn machen würde, einen gemeinsamen Grossanlass zu organisieren. Es ginge darum, ein Ostschweizer Junglandwirteforum auf die Beine zu stellen, quasi eine Tochterveranstaltung zum nationalen Junglandwirtekongress, welcher alle zwei Jahre in Zollikofen stattfindet. Beide Kommissionen waren sich darüber einig, dass ein solcher Grossanlass auf Anklang stossen würde.
Insgesamt wurde das erste Austauschtreffen der beiden JULAs Thurgau und St. Gallen als sehr wertvoll erachtet. Der Boxenstopp lieferte wichtige Erkenntnisse über die Aufbauarbeit sowie das zukünftige Wirken der beiden JULAs. Mit gestärkten Rücken möchten die beiden Kommissionen nun ihre neuen Projekte anpacken.


Pirmin Zürcher




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