Ausgabe Nummer 24 (2005)
Auszeichnung für Höchstnoten
50 Jahre Thurgauer Qualitätswettbewerb der Süssmostproduzenten
Auszeichnung für Höchstnoten
Die hohe Qualität von Thurgauer Süssmost ist weiterhin gewährleistet. Drei Mitglieder des Thurgauer Süssmostverbandes haben am Qualitätswettbewerb für Süssmost die Höchstnote 18 erhalten. Der Wettbewerb trägt dazu bei, den guten Ruf von Süssmost aus Mostindien in die übrige Schweiz und ins Ausland zu tragen.
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Die drei Sieger (von links nach rechts): Elvira Jakob, Dettighofen, Bernadette Jud, Halden, Salome Zellweger, Apfelkönigin, Hansruedi Hagen, Müllheim. (hs) |
Der Wettbewerb wird von der Thurg. Beratungsstelle für Obstverwertung durchgeführt. Die Obstverwerter stellen der Fachjury Muster von ihrem hergestellten Süssmost für eine objektive Bewertung zur Verfügung. Dabei werden Kriterien wie Geruch und Geschmack bewertet. Aber auch mögliche Mängel werden bestimmt. Am diesjährigen Wettbewerb werden Elvira Jakob, Dettighofen, Bernadette Jud, Halden, und Hansruedi Hagen, Müllheim, für die vorzügliche Qualität von ihrem Süssmost mit der Höchsnote geehrt. Im 2. Rang mit 17,5 Punkten klassieren sich 15 Teilnehmer, den 3. Rang mit 17 Punkten teilen sich 33 Teilnehmer. Gesamthaft werden 82 Süssmosterinnen und Süssmoster mit den Noten 14,5 - 18 Punkte ausgezeichnet. Sieben weitere Teilnehmer werden für die gute Qualität von Gärsaft mit der Karte geehrt.
Aus alten Zeiten
Peter Widmer, Präsident des Thurgauer Süssmostverbandes, und Max Ammann, ehemaliger Beratungsstellenleiter erinnern auf unterhaltsame Weise an vergangene Zeiten. Schon früh hat sich Max Ammann Gedanken zur Qualitätsverbesserung der damals noch mehrheitlich vergorenen Obstsäfte gemacht. Mit diesem Ziel wird 1954 an gut 100 Obstverwerter ein Fragebogen versandt, worin unter anderem auch ein Wettbewerb in Aussicht gestellt wird. 41 Produzenten melden sich in der Folge zum Wettbewerb an. Am 13. April 1955 erfolgt der Startschuss zum 1. Thurg. Qualitätswettbewerb der Süssmostproduzenten. Mit dabei ist auch der später langjährige Beratungsstellenleiter Ri-chard Hunziker. Manch einer hat sich wohl gefragt, was ein Lehrer mit einem Getränkewettbewerb zu tun habe. In seinem 1. Anstellungsvertrag mit der Schulgemeinde Wäldi muss Hunziker als Lehrer die Verpflichtung eingehen, mindestens 30 Aren Pflanzblätz zu bewirtschaften, damit die Ernährung seiner Familie gesichert ist. In diesem ersten Jahr werden nur neun Preisträger mit der Note 15+ ausgezeichnet, und das bedeutet für alle Beteiligten eine Ernüchterung. Als Folge davon melden sich im darauf folgenden Jahr nur 27 Teilnehmer und erzielen schon viel bessere Resultate. Seither sind die Teilnehmerzahlen stetig gestiegen und bewegen sich regelmässig bei 100 Teilnehmern.
Gutes Konzept
Das Konzept des zu dieser Zeit verantwortlichen Beratungsstellenleiters Max Ammann hat sich bis in die heutige Zeit bewährt. Mit regelmässigen Aus- und Weiterbildungskursen der Süssmoster wird die Qualität von Thurgauer Süssmost gefördert. Dank dem Einsatz von Kursleitern und Obstverwertern geniesst der Thurgauer Süssmost mit seiner hervorragenden Qualität über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus einen vorzüglichen Ruf.

