Ausgabe Nummer 35 (2010)
Bäuerinnen und Bauern und ihren Betrieben Sorge tragen
5 Landwirtinnen und 109 Landwirte durften im Fürstenlandsaal in Gossau SG ihr Diplom für die bestandene Meisterprüfung in Empfang nehmen. Darunter auch zwei Thurgauerinnen und elf Thurgauer.
Im sanktgallischen Gossau trafen sich 5 Landwirtinnen und 109 Landwirte aus der Deutschschweiz mit ihren Lehrmeistern, Schul- und Prüfungsleitern der Kantone und Familien zur Diplomfeier zu welcher der Schweizerische Bauernverband (SBV) eingeladen hat. In seiner Eröffnungsansprache erinnerte Markus Ritter, Präsident des St. Galler Bauernverbandes und SBV-Vorstandsmitglied, an die unbeständigen Lebensmittelmärkte, hervorgerufen durch Überschwemmungen in Pakistan, Polen und Ostdeutschland sowie die Wald- und Torfbrände in Russland mit einhergehenden Dürren. Als Folge dieser Entwicklung habe Russland die Exporte von Weizen gesperrt. Weitere Länder wer- den diesem Beispiel folgen. Die Preise sei- en rasant in die Höhe geschnellt. «Wir tun gut daran in unserem Land unseren Bäuerinnen und Bauern und ihren Betrieben Sorge zu tragen. Es ist absolut notwendig, auch in Zeiten von Versorgungsengpässen, jederzeit den Bedarf der Bevölkerung an gesunden Lebensmittel decken zu können», sagte Ritter.
Entscheidende Faktoren für Innovation und Erfolg
Der St. Galler Regierungsrat Josef Keller, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes, wies voller Stolz auf die landwirtschaftliche Vielfalt im Kanton St. Gallen hin. Der Kanton St. Gallen sei reich an kulinarischen Leuchttürmern. Dies seien auch Zeugen von Qualität, Innovationskraft und Marktfähigkeit der Ostschweizer Agrarwirtschaft. Nach Meinung des Landwirtschaftsministers ist es erwiesen, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit die Aus- und Weiterbildung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ein solides Grund- wissen sowie eine permanente Weiterbildung sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Fachwissen und Kompetenzen sind heute die entscheidenden Faktoren für Innovation und Erfolg.
Hohen Ansprüchen entsprechen
Plantahofdirektor Peter Küchler, Präsident der Qualitätssicherung, hielt in seiner fast philosophischen Rede fest, dass die Ausbildung zum Meisterlandwirt und zur Meisterlandwirtin darauf getrimmt wurde, Entwicklungen und Arbeitsprozesse zu planen. Kaum ein Ausbildungsmodul verlange nach der Ablegung des Fachwissens nicht auch noch den kritischen Blick in die Zukunft. «Sie haben den Gipfel der Bildung in der Landwirtschaft erreicht. Ich bin überzeigt, dass sie den hohen Ansprüchen entsprechen können und mithelfen werden die Schweizer Landwirtschaft vorwärts zu bringen», erklärte Küchler.
Mario Tosato
