Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
25. September 2020


Bauernhof-Ferien unter neuer Führung

Ausgabe Nummer 37 (2020)

Generalversammlung Verein Ferien auf dem Bauernhof

Während 28 Jahren war Rita Barth Präsidentin des Vereins Ferien auf dem Bauernhof und Peter Bütler Vizepräsident. An der Generalversammlung übergaben die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder ihre Ämter in neue Hände.

«Wir bleiben Grossmutter und Grossvater für die Bauernhof-Anbieter-Familien», sagte Vizepräsident Peter Bütler an der Generalversammlung des Vereins Ferien auf dem Bauernhof, bei Familie Josef und Rita Bamert in Tuggen. Ehrenpräsidentin zu werden, habe Rita Barth kategorisch abgelehnt. Peter Bütler war vor 32 Jahren Mitbegründer des Vereins gewesen. Beide Zurücktretenden waren während 28 Jahren im Vorstand in ihrem Amt tätig. Es sei nun an der Zeit, das Amt zu übergeben, sagte die passionierte Ferienanbieterin. Als Geschäftsstellenleiterin wird Rita Barth sich in Altnau weiterhin der Anliegen von Gästen und Ferienanbietern annehmen. Sie sei eine Kämpferin, habe sich nicht unterkriegen lassen, die Anliegen des Vereins in Tourismus, Politik und Wirtschaft vehement vertreten, sagte Bütler beim Abschied. Mit Unterstützung ihres Schwiegersohnes richtete sie eine Webseite ein und sorgte dafür, dass Ferien auf dem Bauernhof, FeBa, auch im Internet zu finden ist. Sie sei ein Glücksfall gewesen für den Verein. Rita Barth war ebenfalls voll des Lobes bei der Verabschiedung ihres Vorstandskollegen. Peter Bütler sei ein guter Kommunikator. Er führte das Gütesiegel mit den Richtlinien für Vereinsmitglieder ein und lancierte die Zusammenarbeit mit Reka-Ferien.

Neue Vereinsführung
Zum neuen Präsidenten wählten die Vereinsmitglieder Hanspeter Stark. Das Vizepräsidium übernimmt Brigitte Ulrich. Beide arbeiten seit vielen Jahren im Vorstand mit. Was alles auf ihn zukomme, wisse er nicht, aber er habe ein gutes Gefühl, sagte der neue Präsident. Brigitte Ulrich ist seit 25 Jahren Ferienanbieterin. Sie unterstütze den Verein gerne mit ihrem Einsatz als Vizepräsidentin. Rund 100 Bauernhöfe lassen Agrotourismus hautnah erleben. In den vergangenen 32 Jahren konnten von den Bauernhof- Ferienanbietern 115 000 Gäste begrüsst werden. «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagte Rita Barth. Wichtig sei, die Homepage aktuell zu halten. Änderungen müssen gemeldet werden. Roll-ups und Flyer seien angeschafft worden, um an Messen auftreten zu können. FeBa-Kleber können jederzeit bezogen werden. In verschiedenen Coop-Filialen durfte sich der Verein präsentieren. «Bezahlen konnten wir diese Auftritte jeweils mit einer Woche Ferien auf dem Bauernhof», sagte Rita Barth. Den Wettbewerbspreis- Spendern sprach sie ihren Dank aus. Sie machte darauf aufmerksam, wie wichtig das Ferien- Sponsoring sei. Das Erscheinen des Namens sei von grossem Nutzen. Bei den Apfelwochen in Altnau konnte FeBa während zwei Wochen Werbung machen. Anders sei es bei den landwirtschaftlichen Medien, wo es noch immer sehr viel Hartnäckigkeit brauche, damit ein Bericht mit Bild aufgenommen werde. Mit «e-domizil» und «Schweiz Tourismus» ist der Verein stetig in Kontakt, wie auch mit vielen kleineren Partnern. Auf der Webseite der beiden grossen Organisationen erscheinen die Bauernhof-Ferienwohnungen im Angebot. «Auf die Qualität muss grossen Wert gelegt werden», betonte die Präsidentin. Neue Ideen sollen erst nach Abklärung mit der Gemeinde realisiert werden.
Dem Schweizer Bauernverband konnte der Verein im vergangenen Jahr eine intern gesammelte Spende von 1000 Franken für den Kampf gegen die Gewässerschutzinitiative überweisen. Vertreter Fritz Waldvogel bedankte sich im Namen des Verbandes. «Das ist nicht selbstverständlich», sagte er. Er sei beeindruckt, mit wie viel Herzblut sich der Verein einsetze. Waldvogel erläuterte, dass FeBa Stadt und Land vereinigt und wie wichtig eine positive Vertretung der Landwirtschaft in der aktuellen Zeit bei Abstimmungen, wie dem neuen Jagdgesetz oder im nächsten Jahr der zum Thema Pflanzenschutzmittel, sei. Der Schweizer Bauernverband unterstützte FeBa mit einem einmaligen Beitrag von 10 000 Franken. Der Verein erwirtschaftete 2019 einen Gewinn von abgerundet 5700 Franken, welcher dem Eigenkapital zufliesst. Nach herrschendem Minimalbetrieb sei die Tendenz jetzt wieder steigend, erläuterte Kassier Daniel Schneider. Den zurücktretenden Vorstandsmitgliedern wurden Geschenke überreicht, den Amtierenden sowie den Regionalvertreterinnen mit Blumen gedankt. «Zeitlos sind Blumen, wenn sie blühen, und Menschen, wenn sie lächeln», schloss Rita Barth die 32. und letzte von ihr geführte Generalversammlung.


Text und Bild: Dragiza Stoni, Kaltbrunn







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