Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Baumnussanbau, Utopie oder möglicher Betriebsweig?

Ausgabe Nummer 11 (2016)

Rund 150 ha Baumnussanbau in geordneten Pflanzungen beträgt die gegenwärtige Anbaufläche in der Schweiz. Diese Pflanzungen wurden zur Nussproduktion erstellt. Im folgenden Artikel soll ein Überblick gegeben werden, ob und wie eine Baumnussproduktion in der Ostschweiz als Betriebszweig interessant wäre.

1. Stand verschiedener Projekte zum Baumnussanbau
Im Kanton Zürich hat der Betrieb Zahner in Truttikon vor 40 Jahren die erste Baumnusspflanzung erstellt. Aus dieser Pionierarbeit lassen sich wertvolle Schlüsse für den heutigen Anbau ziehen. Das erste Projekt «Zukunft Obstbau» hat im Thurgau dazu geführt, dass rund 5500 Nussbäume gepflanzt wurden. Diese Pflanzungen wurden grösstenteils zur Optimierung der Direktzahlungen getätigt. Dies bedeutet, dass keine grossen, zusammenhängenden Nusspflanzungen im Sinne eines Hochstammobstgartens gepflanzt wurden. Einige Pflanzer haben jedoch solche Flächen im Verband mit Nussbäumen bepflanzt. Rund 25 dieser Pflanzer haben sich im Thurgau zum Baumnussring zusammengeschlossen. Ziel ist es, eine Nussproduktion und die angegliederte Aufbereitung und Vermarktung aufzubauen. Gleichzeitig laufen Projekte im Kanton Waadt, im Kantonsdreieck Bern, Solothurn und Freiburg sowie ein Projekt im Kanton Graubünden, bei welchem auch Luzerner Pflanzer angeschlossen sind. Dort besteht ein grosser Bedarf an Baumnüssen für die Produktion von Bündner Nusstorten. Im Herbst 2015 haben sich die verschiedenen Interessengruppen zu einem ersten Informationsaustausch getroffen. Ziel der nächsten Treffen ist es unter anderem, überkantonal das Wissen auszutauschen, die Verarbeitung ab Stufe getrocknete Nüsse zu organisieren sowie einen gemeinsamen Marktauftritt zu planen.

2. Baumnussmarkt der Schweiz
Im Jahr 2015 wurden 2388 Tonnen Nüsse ohne Schalen, also Nusskerne und Nussbruch importiert. Die Tendenz ist klar steigend in den letzten Jahren. Der Grossteil der Menge wird aus Chile importiert. Die USA und Moldavien sind weitere wichtige Lieferanten, Moldavien in den letzten Jahren auf Kosten Frankreichs. Daneben gibt es weitere Lieferanten kleinerer Mengen. Wenn man die Entwicklung des Importwertes in Franken anschaut, so kann man sagen, dass sich die Länder im Preis einander anglichen und dieser momentan zwischen 9 und 10 Franken pro Kilo liegt. Die ursprünglich höheren Preise Frankreichs sanken in den letzten 5 Jahren leicht, während die ursprünglich tiefen Preise Moldaviens und der USA stiegen. Eine Ausnahme ist Chile, bei dem die Preise stabil um die 13 Franken liegen. Das könnte an der verschobenen Erntesaison liegen.
Von den Nüssen in der Schale wurden 2015 924 Tonnen importiert. Im Gegensatz zu den Nüssen ohne Schale stagniert die Menge in dieser Kategorie eher. Frankreich ist der Hauptlieferant, 95 % der Nüsse dieser Kategorie stammen von dort. Die USA verlor in dieser Kategorie an Bedeutung, dafür scheint es, Moldavien steige ein. Es lieferte erstmals 2015 ganze Nüsse in die Schweiz und erreichte mengenmässig gleich Platz zwei.
Da Frankreich eine sehr dominante Stellung in dieser Kategorie hat, lohnt es sich seine Preisentwicklung anzuschauen. Von 2010 bis 2014 stieg der Importwert der französischen Nüsse von etwas über 4 auf 5,2 Franken und sank im letzten Jahr auf 4,6 Franken. Dies könnte an verstärkter Konkurrenz aus den USA liegen, welche aufgrund sinkender Absatzmärkte in China auf den Europäischen Markt drängen.
Im Jahr 2013 wurden die ganzen Nüsse vorwiegend durch den Detailhandel verkauft, wobei der Anteil von Migros doppelt so gross war wie der von Coop. Die Nüsse ohne Schale gelangten etwa je zur Hälfte in den Detailhandel und in Bäckereien.

3. Produktion und nachgelagerte Schritte der Nussproduktion
Der Anbau der Baum- oder Walnuss (Juglans regia) wird in verschiedenen Regionen der Welt professionell betrieben. Exkursionen der interessierten Pflanzer in der Schweiz ins französische Anbaugebiet von Grenoble haben einen Einblick in die dortigen Produktionsmethoden und die Schritte der nachgelagerten Arbeitsgänge aufgezeigt. Die Walnuss ist eine wärmeliebende Pflanze, welche durchlässige Böden mit guter Wasserführung verlangt. Stauende Nässe ist keine gute Voraussetzung. Die Baumnuss kann mit Trockenheit recht gut umgehen. So sind im Atlasgebiet in Marokko sehr alte Nussbäume bis auf 1100 m gesichtet worden, welche in einem sehr trockenen Gebiet mit wenig Humus wachsen. Für den Erwerbsanbau speziell mit lateralen Sorten (Sorten, welche nicht nur an den Triebenden, sondern auch im Bauminnern Nüsse tragen) ist dennoch eine Bewässerung einzuplanen, um ein schnelleres Baumwachstum und grössere Kaliber zu erreichen. Die Baumnuss ist ein Windbestäuber, bei welchem die männlichen und die weiblichen Blüten zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Nasskalte Witterung während der Blüte reduziert oft den Ertrag. Holzfrost ist stark sortenbedingt während Spätfrost abhängig ist vom Austriebszeitpunkt. Dies kann jedoch durch eine geeignete Sortenwahl und Stammanstrichen beeinflusst werden.
Die Pflanzabstände bewegen sich heute je nach Sorten zwischen 4 bis 4,5 x 8 bis 9 m bei lateral tragenden Sorten und den entsprechend weiteren Pflanzdistanzen bei terminal tragenden Sorten. Noch engere Pflanzsysteme sind in den USA bekannt, jedoch momentan nicht stark verbreitet. Erfahrungen fehlen in unseren Breitengraden jedoch. Wie im Kern- oder Steinobstanbau auch, gibt es bei den Baumnüssen bezüglich der Wuchs - und Fruchtungseigenschaften grosse Sortenunterschiede. Bisher ist es noch nicht gelungen, schachwachsende Unterlagen für den Baumnussanbau zu selektionieren. Gerade im Iran und China wird aber verstärkt auf diesem Gebiet geforscht. Der Trend geht momentan Richtung stark wachsende Hybridunterlagen, gerade für schwachwüchsige laterale Sorten. Versuche mit der Schwarznuss ergaben zwar schwächere Bäume, zeigten jedoch Probleme mit dem Cherry Leaf Roll Virus, welches die veredelten Bäume nach 30 bis 40 Jahren zum raschen Absterben bringt. Ähnlich wie bei den übrigen Obstarten kann mit engeren Pflanzabständen und der dabei entstehenden Wurzelkonkurrenz ein schwächeres Wachstum der Bäume und damit engere Pflanzdistanzen erreicht werden. Der Walnussbaum ist jedoch eine lichtbedürftige Baumart. Zu dichte Pflanzungen führen deshalb schnell zur Auskahlung in der Baumkernzone. Neuerdings sind auch einige interessante lateral tragende, sehr fruchtbare Sorten bekannt geworden.
Für den Thurgau kommen vor allem Lara, Ferbel und eventuell Fernor und Milotai botermo in Frage. Normale Nussbäume tragen terminal, das heisst hauptsächlich im Aussenbereich der neuen Triebe an den Endknospen. In der Baumkernzone wachsen keine Nüsse. Bei lateraltragenden Sorten ist dies anders, dort wachsen Nüsse auch an den Seitenknospen der einjährigen Triebe und im Bauminnern. Die Erträge solcher Sorten sind markant höher als bei den herkömmlichen Sorten wie Franquette, Mayette oder Meylanaise, welche in Grenoble zu den Hauptsorten gehören. Wie viel höher dieser Ertrag genau ist, kann heute erst abgeschätzt werden, ein Faktor von 2,5 scheint uns jedoch realistisch. Das bedeutet, dass 4 bis 5 Tonnen Nüsse pro ha eine möglich Produktionsmenge darstellt. Aus der Sicht der Beratung sind bei einer Optimierung des Anbausystems mit geeigneten Sorten/Baumformen auch höhere Erträge möglich.
Auch Nussbäume brauchen im Verband gepflanzt einige Bekämpfungsmassnahmen von Krankheiten und Schädlingen. Behandlungen werden gegen den Pilz Marsonina juglandis, die Bakterienkrankheit Xanthomonas arbicola (auch als campestris oder juglandis bezeichnet) sowie den Apfelwickler und die Walnussfruchtfliege empfohlen. Nur schon aus applikationstechnischen Gründen ist es daher ratsam, ein etwas dichteres Pflanzsystem mit nicht zu stark wachsenden Bäumen zu pflanzen. Der Anbau kann vollständig mechanisiert sein, beginnend beim mechanischen Heckenschnitt bis zur Ernte.
Es stehen verschieden leistungsstarke Baumschüttler zur Verfügung, wenn die Zahl der Erntedurchgänge reguliert werden soll. Das Auflesen der Nüsse erfolgt ebenfalls mechanisch. Auch hier gibt es ähnlich wie bei den Mostobstauflesemaschinen bereits Geräte in verschiedenen Leistungsklassen. Das maschinelle Auflesen gehört zu denjenigen Punkten, welche eine grosse Herausforderung darstellen. Die Pflanzfläche muss möglichst eben sein, trotzdem sollte kein Wasser liegen bleiben, eine allfällige Begrünung muss im Herbst sehr kurz gehalten werden. Niederschläge während der Ernte erschweren die 3 bis 4 Erntedurchgänge. Das Erntegut sollte maximal 4 Tage auf dem Boden liegen. Dies kann durch regelmässiges Auflesen ohne Schütteln oder durch 3 bis 4 Schütteldurchgänge und darauffolgendem Auflesen erreicht werden.
Die Nüsse werden in verschiedenen Schritten zuerst von Schalenresten und Verschmutzungen gereinigt, dann getrocknet. Die Trocknung sollte mit einem 25 bis 30 °C warmen Heissluftstrom mit 30 m3/min und belüfteten Kubikmeter geschehen. Je nach Art des Verkaufs, ob ganz oder als Nusskerne, erfolgt eine Grössenkalibrierung respektive das Knacken und Sortieren der Kerne. Auch diese Arbeitsgänge sind mechanisch möglich und es stehen einfache bis hochkomplizierte Knackgeräte zur Verfügung. In der Regel erfolgen die Arbeitsgänge bis zur Nusstrocknung auf den Produktionsbetrieben.
Kalibrierung, das Knacken und Sortieren der Kerne, sowie die Verpackung erfolgen am Rationellsten in einer grösseren Anlage. Eine solche gibt es momentan für grössere Nussmengen in der Schweiz noch nicht. Es ist jedoch bereits jetzt klar, dass dies ein Ziel sein muss, wenn grössere Mengen an Nüssen anfallen. Für Nusskernabgang bestehen bereits heute verschiedene Möglichkeiten um kleine und grössere Mengen zu Nussöl pressen zu lassen. Die Ölausbeute und Qualität hängt nebst der Presse auch davon ab, ob der Presskuchen erwärmt wird oder nicht.

4. Produktionskosten, mit und ohne Direktzahlungen
Die hier vorgestellten Resultate entstammen der Bachelorarbeit von Christof Gubler aus dem Jahre 2013 und sind unterdessen angepasst worden. Es wurden 10 Hektaren laterale Pflanzungen der Sorten Fernor und Lara verglichen mit einer Pflanzung von 20 Hektaren terminaler Sorten. Dabei wurde angenommen, dass bei Lara 246 Bäume pro Hektare stehen (9 x 4,5 m), bei Fernor 185 (9 x 6 m) und bei der terminalen Sorte 100 (10 x 10 m). Während die terminale Anlage von Hand geschnitten wird, werden bei den lateralen Anlagen die Bäume rechts und links einer Fahrgasse alle drei Jahre alternierend mit einem Fräsblattagreggat geschnitten.
Bei der terminalen Anlage wurde davon ausgegangen, dass die ersten 8 Jahre jeweils in der Reihenmitte ein 5 Meter breiter Streifen mit extensiv genutzter Wiese steht. Somit erhält man neben den Baumbeiträgen noch Beiträge für diese Streifen und kann die Bäume trotzdem gut Düngen. Zahlungen der Qualitätsstufe zwei wurden nicht angenommen, da spätestens nach der ersten Verpflichtungsdauer keine Ökowiese mehr unter den Bäumen stehen darf, da sonst nicht das gewünschte Wachstum erreicht wird. Bis dahin erreichen die Bäume den geforderten Kronendurchmesser nicht. Die lateralen Anlagen sind aufgrund hoher Pflanzdichte nicht zu Baumbeiträgen berechtigt, jedoch kann man sich mit einer Hektare 0,3 SAK anrechnen lassen.
Für Lara wurde ein Ertrag von 5, für Fernor 3,5 und für terminale Sorten 2 Tonnen getrocknete Nüsse pro Hektare eingeplant. Aufgrund des geringeren Ertrags der terminalen Anlagen können für alle Rechnungsvarianten die gleichen Maschinen gebraucht werden. Zu den Maschinen zählt eine Auflesemaschine, eine Schüttelmaschine sowie eine Waschund Trocknungsanlage. Ebenfalls dazu gehören eine Bewässerungsanlage und eine Scheune für die Verarbeitung. Momentan kann davon ausgegangen werden, dass bei einer Kooperationsfläche von 12 bis 18 Hektaren ca. 9000 Franken Investitionskosten pro Hektare für Auflesemaschine, Schüttler und Verarbeitungsmaschinen nötig sind.
Es wurden Teuerungen der wichtigsten Güter eingeplant sowie mit einem Restwert nach 20 und 22 Jahren (lateral) respektive 30 Jahren (terminal) gearbeitet, um nicht die Preisentwicklung über die ganze Standdauer vorhersehen zu müssen.
Mithilfe von Anbaudaten wurde der Nettomittelfluss berechnet, damit der benötigte Preis bei geplanter Rentabilität von 8 % erreicht wird. Wichtig ist noch anzumerken, dass die hier präsentierten Kennzahlen nur bei guter Pflege der Anlagen erreicht werden können. Das heisst, die Bäume werden einem Pflanzenschutzprogramm unterzogen, grasfrei gehalten, stehen nicht in einer Ökowiese, werden gedüngt (laterale Anlagen ab Vollertrag bis zu 160 kg N/ha) und allenfalls bewässert. Zudem gelten die Kosten nur, wenn einzeln oder gemeinsam die angenommene Fläche von 10 respektive 20 Hektaren erreicht wird. Die Investitionskosten pro Hektare der ersten vier Jahre betragen 37 000, 33 000 und 24 000 für Lara, Fernor und laterale Pflanzungen. Letztere sind günstiger, weil die gleichen Maschinen für Anbau und Verarbeitung durch doppelt so viele Hektaren geteilt werden und weil weniger Bäume gekauft werden müssen. Lara ist teurer als Fernor, weil mehr Bäume gekauft werden müssen und der Pflanzenschutz leicht intensiver ist. Unter übrige Direktkosten sind alle Kosten für Pestizide, Dünger, Pfähle zusammengefasst.
Im ersten Jahr schlagen vor allem die Baumkosten und die Erstellungskosten zu Buche. Im vierten Jahr dann die Anschaffung der Verarbeitungsmaschinen sowie der Umbau einer bestehenden Scheune. Während man bei terminalen Sorten dank Baumbeiträgen und Beiträgen für die Ökowiese (siehe oben) praktisch die ganze Zeit einen positiven Mittelfluss hat, so tritt dieser bei Lara und Fernor voraussichtlich erstmals ab Jahr sieben ein. Die Erträge steigern sich bei diesen zwei Sorten rasch und der Vollertrag tritt bei Lara mit 10 und bei Fernor mit 12 Jahren ein. Die Teuerung der Produktionsgüter führt in der Folge zu einer Abnahme des Nettomittelflusses. Bei der terminalen Anlage tritt der Vollertrag mit 18 Jahren ein und dann nimmt der Mittelfluss ebenfalls wegen der Teuerung ab. Im Jahr 23 wurde mit einer Reparatur der Bewässerungsanlage gerechnet. Der Restwert (jeweils höchste Balken) ergibt sich aufgrund des nach der Berechnungsperiode verbleibenden Wertes bei einer linearen Abwertung der Investitionskosten über die Anlagedauer von 30 Jahren bei den lateralen und 60 Jahren bei den terminalen Sorten.
Obwohl man bei der Pflanzung von lateralen Sorten eine finanzielle Durststrecke von ca. 6 Jahren hat, wird in Zukunft kein professioneller Nussproduzent um sie herumkommen. Denn dank höherem Ertrag sind die benötigten Kilopreise bei gleicher Rentabilität tiefer als bei terminalen Sorten. Dies ist insbesondere bei Lara der Fall. Fernor lässt sich zu vergleichbaren Preisen produzieren wie terminale Sorten. Man muss dabei jedoch eines beachten: Die Produktionskosten terminaler Sorten sind nur dank höherer Direktzahlungen auf dem Niveau von Fernor. Ohne Direktzahlungen steigen die Produktionskosten für terminale Sorten um 2 Franken pro Kilo und sind nicht mehr konkurrenzfähig mit lateralen Sorten. Gerade im unsicheren Umfeld der Agrarpolitik sollte dieser Tatsache Beachtung geschenkt werden. In Frankreich wird bei Neupflanzungen stark auf laterale Sorten gesetzt, weil sie der Ansicht sind, dass mit terminalen Sorten die Produktionskosten zu hoch sind, falls die Preise sinken.
Bei Fragen zu der Rentabilität wenden sie sich an:
christof_gubler89@gmx.ch

5. Zusammenfassung und Fazit
Für Betriebe im mittleren und unteren Thurgau sowie im Kanton Schaffhausen, welche über genügend Fläche verfügen, kann der Anbau von Walnüssen eine Alternative sein. Eine gemeinsame Anschaffung einer Verarbeitungslinie steht in Diskussion und ist ein wichtiger Bestandteil der Rentabilitätsberechnungen. Die Berechnungen zeigen, dass für zukünftige Pflanzungen für den Ertragsanbau nur laterale intensive Systeme ohne Direktzahlungen in Frage kommen. Getätigte terminale Pflanzungen rentieren dank hohen erfolgten Zahlungen ebenfalls und zukünftige solche Pflanzungen haben eine Berechtigung im Biolandbau, in Grenzlagen, zur Diversifizierung in der Direktvermarktung und zur ökologischen Aufwertung.
Wichtig ist dabei, dass von Anfang an klar ist, für welches System gepflanzt wird. Ebenso wichtig ist eine geeignete Sortenwahl, angepasste Pflanzdistanzen und eine Optimierung der mechanisch möglichen Arbeitsgänge. Wer seine Nüsse künftig in den Detailhandel liefern will, der muss den Anbau professionell betreiben, also die Bäume in den ersten Jahren gras- und unkrautfrei halten, Pflanzenschutz betreiben, angemessen Düngen und bestenfalls Bewässern. Bäume auf ungeeigneten Standorten, Ökowiesen und Weiden werden es schwer haben, die nötigen Qualitätsparameter des Handels zu erfüllen.


Christof Gubler, Hörhausen
Urs Müller, BBZ Arenenberg




Um eine zukünftige Verarbeitungsanlage besser auszulasten, sucht der Thurgauer Nussring noch Produzenten, welche in den Anbau einsteigen wollen.
Interessierte Produzenten melden sich bei Hans Villiger oder bei Fragen zur Rentabilität bei Christof Gubler, Hörhausen:
christof_gubler89@gmx.ch






















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