Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
14. September 2018


Berlin: Wenn "Schweiz" zum Kult wird

Ausgabe Nummer 4 (2015)

Eindrücke von der 80. Internationalen Grünen Woche in Berlin, 16. bis 25. Januar 2015

Agro Marketing Thurgau AG besuchte gemeinsam mit dem Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft die Grüne Woche in Berlin. Zielsetzung des Besuches war abzuschätzen, welches Potenzial ein möglicher Gastauftritt des Thurgaus oder der Ostschweiz in der Zukunft hat.

Die 1926 gegründete Publikumsmesse der Landund Ernährungswirtschaft erwartet jedes Jahr um die 400 000 Besucher. Bereits die Eröffnungsfeier des 80. Jubiläums mit 3000 geladenen Gästen, spektakulären Tanzeinlagen, enthusiastischen Redebeiträgen und einem überragenden Buffet des Gastlandes Lettland ist eindrücklich. In 23 Hallen präsentieren sich neben deutschen Bundesländern 69 Gastländer sowie Verbände und Institutionen. Die Konkurrenz unter den Ausstellern ist maximal – manche Hallenbereiche wie von Russland wirken leer – andere wie der Gemeinschaftsauftritt vom Land Bayern sind brechend voll. Der Berliner Besucher kennt kein Pardon, schliesslich bezahlt er 14 Euro für den Tageseintritt.
Dies gilt auch für den von Agro Marketing Suisse organisierten Schweizer Gemeinschaftsstand. Mit einem modernen, grosszügigen Auftritt, untermalt von Landschaftsbildern mit Retro-Touch, ist es maximal gelungen, Sehnsucht nach der Schweiz zu wecken. Verschiedene Käsesorten, Ragusa, Micarna, Swiss Wine und Promotionsartikel des SMP runden die Präsentation ab. Dabei fesseln die Appenzeller die Besucherströme mit einem originellen Promotionsangebot. Trotz speditiver Abwicklung stehen viele Besucher bis zu 10 Minuten an, um eine Filztasche im Appenzeller Look für 5 Euro oder im Kombi-Angebot mit einem 500 g Käsestück für 10 Euro zu erstehen. Das Täschchen mit dem Schweizer Kreuz und dem Appenzeller Logo erreicht Kult-Status. Frauen wie Männer wispern beim Warten, wem sie auch noch so eines mitnehmen wollen.
In Zeiten der neuen Währungsrealität stimmt so etwas hoffnungsfroh. Zu gern würde man hier Marktforschung betreiben und fragen, wie viel mehr jeder Wartende für Tasche und Käse bereit wäre zu bezahlen. Und, man wünscht sich das Rezept für das Promotionsangebot auf andere Schweizer Markenartikel übertragen zu können. Selbst wenn sie reden würden, könnten hier die sonst so verschwiegenen Appenzeller nicht helfen: Kult lässt sich nicht strategisch planen.


Agro Marketing Thurgau AG
Simone May (Geschäftsführerin)
Arenenberg 8, Amriswil,
Telefon 071 410 28 64
E-Mail: simone.may@agro-marketing.ch
www.agro-marketing.ch




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