Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
6. Juli 2018


Besuch einer Delegation des Bundesamtes für Landwirtschaft im Kanton Thurgau

Ausgabe Nummer 4 (2016)

Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

Am Montag, 18. Januar, besuchte eine Delegation des Bundesamtes für Landwirtschaft auf Einladung des Landwirtschaftsamtes den Kanton Thurgau. Angeführt wurde die Delegation von Frau Vize-Direktorin Eva Reinhardt. Der Kanton Thurgau war vertreten durch das Landwirtschaftsamt, Amt für Umwelt, BBZ Arenenberg, Vertreter des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft und des Thurgauer Obstverbandes.
Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement des Innern und dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation bis Ende 2016 einen Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu erarbeiten. Der Aktionsplan soll messbare Ziele vorgeben, konkrete Massnahmen festlegen und Indikatoren zur Überprüfung der Zielerreichung definieren. Dabei sind die drei Schutzziele «Schutz der Kulturen», «Schutz des Menschen » und «Schutz der Umwelt» zu berücksichtigen. Während des Arbeitsbesuchs wurde gegenseitig über den Stand der Arbeiten und die mögliche Stossrichtung des Aktionsplans informiert. Der Kanton Thurgau trägt unter anderem mit den Spezialkulturen zu 10 % der schweizweiten Bruttowertschöpfung bei. Dementsprechend war es der Thurgauer Delegation wichtig, dass der Fokus speziell auf die möglichen Auswirkungen der landwirtschaftlichen Produktion gelegt wird. In der Diskussion um Hofplatzentwässerung, Spritzenwasch- und Füllplatz sowie Spritzentechnik wurde die heutige Entwicklung erkennbar. Andere Themen wie Lieferkontinuität und Produktqualität zeigten Zielkonflikte auf. Auf dem Schul- und Versuchsbetrieb Güttingen wurde deutlich gemacht, welche Massnahmen bereits heute gute landwirtschaftliche Praxis sind, aber auch, für welche Bereiche es bis jetzt nur bedingt Alternativen gibt. In diesen Bereichen braucht es Forschung zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen, damit das Ziel, keine substanziellen Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion, erreicht werden kann.


Ueli Bleiker/Jörg Streckeisen




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