Ausgabe Nummer 38 (2009)
Braunvieh im Fokus von Stadt und Land
119. Zuchtstiermarkt in Zug
Auch die diesjährige Ausgabe des Zuger Stierenmarktes für Braunvieh war mit über 8500 Besuchern ein Renner und entpuppte sich als krisenresistent. Dabei konnten 203 Braunviehstiere bestaunt werden. Die 42 versteigerten Rinder und Kühe erzielten angemessene Preise.
Heuer präsentierten sich 80 Brown-Swiss und 123 Original Braunviehstiere den kritischen Augen der Experten. Der Grösste, OB-Stier Cedini, wies eine Widerristhöhe von 172 cm auf und der Schwerste, OBStier Monti, brachte exakt 1330 kg auf die Waage. In 28 Abteilungen wurden die 203 Stiere beurteilt und rangiert. Alle aufgeführten Stiere erhielten die Herdebuchberechtigung. Die neue Beurteilungsmethode der Stiere mit Aufteilung von Format in Rahmen und Becken hat bei Züchtern wie Experten guten Anklang gefunden. Die Qualität der Stiere war im Allgemeinen sehr gut. Weiter zu beachten gelten vor allem die Merkmale beim Fundament sprich die Beschaffenheit des Knochenbaus. An beiden Markttagen wurden insgesamt 43 (Vorjahr 57) Stiere oder 21 Prozent (Vorjahr 25 Prozent) für durchschnittlich Fr. 2903.– (Vorjahr Fr. 3211.–) verkauft. Der Höchstpreis betrug dabei Fr. 5000.–.
Auktion verlief ansprechend
Am Donnerstag lockte die Auktion viele Züchter und Besucher an. Mit Spannung verfolgten viele den Auktionsverlauf, der für die kommende Handelssaison jeweils wegweisend ist. Die Qualität der angebotenen Rinder und Kühe war sehr ausgeglichen und bewegte sich auf einem guten Niveau. Es wurde engagiert geboten und entsprechend gute Preise erreicht. Insgesamt 38 Tiere vom hochträchtigen Rind bis zur frisch gekalbten Jungkuh kamen in den Ring und fanden einen Käufer. Im Durchschnitt wurden Fr. 3775.– gelöst. Dies ist zwar über Fr. 475.– weniger als im Vorjahr, aber in Anbetracht der momentan ausgesprochen heiklen Marktlage immer noch sehr ansprechend, um nicht zu sagen über allen Erwartungen. Den Höchstpreis erzielte die Zozo-Tochter Panika mit Fr. 7100.–. Dieses Rind ist ebenfalls mit einem Schweizer Stier (Glenn) belegt und zeigt gute Anlagen, nach dem Abkalben eine tolle und wirtschaftliche Milchkuh zu werden.
Schweizer Genetik ist gefragt
Auch in diesem Jahr stammte die meiste Genetik bei den Auktionstieren aus der Schweiz. Der Anteil an Schweizer Vätern betrug insgesamt zwei Drittel. Gar über 70 Prozent der Tiere sind neu mit Schweizer Genetik besamt. Dabei tauchen vor allem die Stiere Glenn und Carlos häufi ger auf. Swissness ist – dank hoher Qualität und grossem Vertrauen in die einheimische Zucht – bei den Braunviehzüchtern gefragt. Dies ist mit Sicherheit auch das Ergebnis der nationalen und internationalen Erfolge der letzten Jahre.
Jörg Hähni
