Ausgabe Nummer 44 (2007)

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Braunviehzüchtertagung in Märstetten

Breite Palette von Topstieren im Angebot

Swissgenetics und Select Star präsentierten topaktuelle, aber auch altbewährte Stiere aus ihrem Angebot. Die Braunviehzüchter können in der kommenden Besamungssaison aus einer breiten Palette von Topstieren auswählen.

Ein untrügliches Zeichen, dass der Winter nicht mehr weit ist, sind die Züchtertagungen, die jetzt wieder in verschiedenen Gegenden durchgeführt werden. Zum Auftakt der Besamungssaison fand in Märstetten die erste Veranstaltung statt. Waren vor 25 Jahren an den Braunviehzüchtertagungen an drei verschiedenen Orten im Thurgau die Lokale jeweils zum Bersten voll, konnte Markus Harder, Fachstelle für Nutzvieh BBZ Arenenberg, an der einzigen Tagung im Thurgau noch rund 60 Braunviehzüchter begrüssen. Analog zu diesen Zahlen haben sich auch die Milchviehställe geleert. An Hand der Viehzählung vom vergangenen Frühling hat sich die Zahl der Besitzer von Milchkühen gegenüber dem vergangenen Jahr um 58 auf 1445 verringert, was ? 3,9 Prozent ausmacht. Dagegen verzeichnen die Milchkühe eine Steigerung von + 0,5 Prozent auf 39031, und die Mutterkühe mit +7,4 Prozent auf 2796 Kühe. In den 30 Viehzuchtgenossenschaften sind 605 Betriebe vereint, das sind gleichviel wie im vergangenen Jahr. Mit einer Steigerung um 48 kg Milch auf 7230 kg mit 4,0 Prozent Fett und 3,42 Prozent Eiweiss stehen die Thurgauer Kühe gesamtschweizerisch hinter dem Kanton Freiburg auf Rang zwei.
Jürg Moll, Vizedirektor beim Schweizerischen Braunviehzuchtverband, informierte die Züchter unter anderem zur Harmonisierung der LBE in Europa. Ziel dabei sei ein einheitlicher Nachzuchtbeschrieb, das heisst, die Vereinheitlichung der linearen Merkmale. Die Einführung ist für August 2008 vorgesehen. Als Einzige behält sich die Schweiz vor, die Zitzennote beizubehalten.
Laut Ruedi Meier von Swissgenetics sei der Trend zu Fleischrassenbesamungen rückläufig, werde aber beim Braunvieh immer noch am häufigsten praktiziert. Bei den übrigen Besamungen sei der Anteil an Schweizergenetik gegenüber den anderen Rassen am höchsten. Für die kommende Besamungssaison bietet Swissgenetics neben bewährten, häufig verlangten Stieren auch einige neue, vielversprechende Jungstiere an. Ein Zeichen, dass Schweizergenetik im Ausland gefragt ist, ist die Tatsache, dass von Swissgenetics mehr Spermadosen exportiert als importiert wurden.
Urs Wichser zeigte sich zum Geschäftsgang von Select Star zufrieden. Von ihrer Grösse her gesehen sei man auf gutem Kurs. Nach langjährigem Marktaufbau könne der Kundschaft ein attraktives Angebot von interessanten Stieren angeboten werden. Auch Select Star ist beim Export erfolgreich. Dem Export von 80000 Spermadosen steht, so Wichser, ein Import von 78 000 Dosen entgegen.

Hanni Schild


Markus Harder, BBZ Arenenberg, Jürg Moll, Braunviehzuchtverband, Urs Wichser,
Select Star, und Ruedi Meier, Swissgenetics, informierten die Züchter zur kommenden
Besamungssaison. (Hanni Schild)
Markus Harder, BBZ Arenenberg, Jürg Moll, Braunviehzuchtverband, Urs Wichser, Select Star, und Ruedi Meier, Swissgenetics, informierten die Züchter zur kommenden Besamungssaison. (Hanni Schild)