Ausgabe Nummer 31 (2006)

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Brunch auf dem Bauernhof

Viel Arbeit, aber auch grosse Befriedigung

Nach wochenlanger Hitze und Trockenheit zeigte sich der 1. August 2006 bewölkt und regnerisch. Für die 15 Brunch Anbieter im Kanton Thurgau aber kein Problem, sie sind für alle Wetterlagen gerüstet. Bei guter Stimmung verpflegten sich rund 6000 Besucher an den reich gedeckten Buffets.

Der 1.August-Brunch auf den Bauernhöfen ist heute kaum mehr von unserem Nationalfeiertag wegzudenken. Mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot in einer besonderen Atmosphäre werden die Türen geöffnet und damit Verständnis und Sympathie für die Landwirtschaft gefördert. Rund 6000 Besucher haben sich in diesem Jahr auf einem Bauernhof im Kanton Thurgau verwöhnen lassen. Der Brunch auf dem Bauernhof ist in jedem Fall eine Entdeckung wert. Wo sonst ist man näher an der Urproduktion von Nahrungsmitteln und kann sogar die Kuh bestaunen, welche die Frühstücksmilch geliefert hat? Die Möglichkeit, sich von Herkunft, Qualität und Geschmack der einheimischen Produkte zu überzeugen, wird vor allem auch für Familien mit Kindern zum Erlebnis.

Vierter Brunch
Etwas abseits von Lärm und Hektik liegt, direkt neben dem Schloss Liebburg in Lengwil, der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Brand. ?Vor vier Jahren haben wir zum ersten Mal einen 1. August Brunch durchgeführt und heute dürfen wir wieder rund 200 Personen bewirten?, so Pius Brand erfreut. 200 Personen seien für ihren Betrieb realistisch, grösser möchten sie nicht werden. Bei schönem Wetter seien aber auch mehr Gäste kein Problem. Brand zeigt sich über die Herkunft der Besucher überrascht, die zum Teil von weit her kommen. Trifft der 1. August gar auf ein Wochenende, seien auch viele Gäste aus dem nahen Deutschland dabei. Der grössere Teil der Brunch-Teilnehmer sind Stammgäste, andere suchen sich jedes Jahr einen anderen Bauernhof aus.
Der Regen macht das Geniessen des Brunchs unter den vielen Obstbäumen unmöglich, aber in der ausgeräumten Scheune lässt es sich an den liebevoll gedeckten Tischen bei Speis und Trank wohl sein. Eliane und Pius Brand mit ihren flinken Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Familie und aus dem Freundeskreis präsentieren für die Gäste ein in jeder Beziehung vielfältiges Angebot. Das eingespielte Team, bei dem jeder dem andern zur Hand geht, lässt keine Hektik aufkommen.
Langes Anstehen gibt es nicht, vom breiten Brunch Angebot ist immer genügend vorhanden. Von feiner Rösti mit Spiegelei und Speck, verschiedenen Käsesorten, Butterzopf, feinstem Körnerbrot, Fleischwaren vom Hof, Konfitüren, Birchermüsli mit frischen Zutaten über Kaffee, Milchshakes und Süssmost gibt es alles, was sich ein knurrender Magen wünscht.

Beliebtes Ponyreiten
Für die kleinen Gäste gibt es viele Möglichkeiten zum Spielen. Bei den Jüngsten sind die Trettraktoren mit Anhänger und der Sandkasten besonders beliebt. Der absolute Renner ist aber Ponyreiten. Geduldig warten die Kinder, bis sie an der Reihe sind. Eben so geduldig führen die beiden Ponys ihre stolzen Reiter auf einem Rundgang sicher wieder ans Ziel.

Das grosse Aufräumen
Mit dem Verabschieden der letzten Gäste kehrt auch die Sonne wieder zurück und für die Gastgeber geht es ans grosse Aufräumen. Der Vorrat an sauberem Geschirr ist praktisch aufgebraucht, wogegen sich unter Kisten mit schmutzigen Tellern und Tassen die Tische biegen. Doch zuerst einmal haben sich die Helfer eine Ruhepause verdient. Mit zufriedenen Gesichtern geniessen auch sie den 1. August-Brunch, bevor die viele Arbeit in Angriff genommen wird.

Hanni Schild


Das Ponyreiten war bei den Kindern trotz Nieselregen besonders beliebt. (hs)
Das Ponyreiten war bei den Kindern trotz Nieselregen besonders beliebt. (hs)