Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
19. Januar 2018


Bundespräsident Didier Burkhalter lobt die Schweizer Landwirtschaft

Ausgabe Nummer 42 (2014)

An der Olma-Eröffnung lobte Bundespräsident Didier Burkhalter die Schweizer Landwirtschaft und wies darauf hin, dass die Bauern zum Erhalt von Landschaft und Umwelt einen wichtigen Beitrag leisten.

In seiner Eröffnungsansprache an der Olma vom 9. Oktober erklärte Bundespräsident Didier Burkhalter, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, dass die Olma in der Ostschweiz die absolute Spitze sei. Burkhalter erklärte weiter «Ich bin sehr froh, diese «Ostspitze» mit Ihnen erleben zu dürfen.» Der Bundespräsident wies darauf hin, dass die Bauern wesentlich zum Erhalt von Landschaft und Umwelt beitragen. Auch das werde an der Olma thematisiert, etwa in der Ausstellung über die bäuerliche Welt und den Vogelschutz mit dem schönen Titel «Naturnahe Landwirtschaft beflügelt». Der Grossteil unserer Bauernbetriebe habe im Hinblick auf eine nachhaltige Landwirtschaft auf integrierte Produktion umgestellt, die gleichzeitig die Böden und die Tiere schont und der Erhaltung der Landschaft dient. Auch hier zeigen sich wieder Tradition, Kreativität und Innovation in einer fruchtbaren Verbindung.

Vier von zehn Menschen leben von der Landwirtschaft
Die nachhaltige Landwirtschaft stösst auf Interesse über die Landesgrenzen hinaus. Verschiedene Länder Afrikas wie Senegal, Kenia und Äthiopien haben den Gedanken der Nachhaltigkeit in ihre Politik integriert. Und die Schweiz gibt ihre Erfahrung im Bereich der Landwirtschaft weiter. Das trägt zur Ernährungssicherheit bei und ist oft auch ein wesentlicher Beitrag an die Volkswirtschaft dieser Länder. Denn in Afrika leben 60 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft – das ist dreissig Mal so viel wie in der Schweiz. Weltweit leben heute vier von zehn Menschen ausschliesslich von einem bäuerlichen Einkommen, also fast die Hälfte der Menschheit. Das zeigt, wie wichtig es für die meisten Länder ist, eine gut funktionierende und nachhaltige Landwirtschaft zu haben. Nur so können sich auch andere Sektoren entwickeln, zum Beispiel das Gesundheits- und das Bildungswesen, die Wirtschaft und der Umweltschutz. Die Schweiz kann sich hier mit ihren Stärken einbringen. Sie tut das auch und übernimmt Verantwortung, namentlich im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit.

Stillstand bedeutet Rückschritt
Der Bundespräsident betonte, dass Stillstand Rückschritt bedeute. Das gelte in allen Lebensbereichen. Obwohl sich unsere Landwirtschaft in einem guten Zustand befindet, sind auch wir mit grundlegenden Fragen der Ernährung konfrontiert: Wie kann die Verteilung der Nahrungsmittel auf unserem Planeten verbessert werden? Welches sind die Nahrungsmittel von morgen? Wie lässt sich das Gleichgewicht der natürlichen Ressourcen wahren? Wie können wir verhindern, dass so viele Nahrungsmittel verderben oder weggeworfen werden? Oder: Wie steht es um die so lebenswichtige Biodiversität? Honig ist ein gutes Beispiel, wenn es um die Wahrung der Biodiversität geht. Eine Welt ohne Bienen und ohne natürliche Bestäubung ist leider mehr als nur Science Fiction aus der Welt des Films. Wobei der Film «More than Honey» des Schweizer Regisseurs Markus Imhof vielen Menschen die Augen geöffnet hat für die Wichtigkeit der Artenvielfalt.

Luzern ist ein bedeutender Landwirtschaftskanton
Robert Küng, Regierungspräsident des Kantons Luzern, stellte an der Olma-Eröffnung fest: «Mit rund 4800 Bauernbetrieben – St. Gallen hat 4200 – und umgerechnet 9500 Vollzeitstellen ist Luzern schweizerisch gesehen ein wichtiger Landwirtschaftskanton. Nur in Bern arbeiten mehr Menschen in der Landwirtschaft. Mehr als die Hälfte der Kantonsfläche ist landwirtschaftliche Nutzfläche, die durchschnittliche Betriebsgrösse liegt allerdings deutlich unter dem schweizerischen Mittel.


Mario Tosato







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