Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


BUUREHOF erläbe in Steinebrunn und Umgebung

Ausgabe Nummer 24 (2016)

Offene Hofläden, Schlafen auf dem Bauernhof, Buuremarkt, Produktions-Demos, Ausstellungen, Degustationen und Rösslifahrten von Hof zu Hof machten am Wochenende «gluschtig», die nähere Umgebung neu zu entdecken – vielleicht sogar für kommende Ferienerlebnisse.

Mit viel Herzblut hatte die Fachgruppe Agrotourismus und Direktvermarktung unter der Leitung von Annette Heim und dem Regionalvertreter für den Oberthurgau, Dominik Manser, zusammen mit Bauernfamilien aus der Region das erste «BUUREHOF erläbe» vorbereitet. Die Besucher kamen in Scharen, darunter viele Familien mit Kindern.

Offene Hofläden
Am Samstag hatten viele Hofläden kleine Festwirtschaften eingerichtet und boten Einblicke. «Go lädele » über Land bietet immer Überraschendes und Kontakte zwischen Produzenten und Konsumenten. Jeder Hofladen hat sein eigenes Gepräge. 12 verschiedene Sorten Süssmost gab es bei der Familie Manser in Winden zu degustieren. Auf dem Hof, zu dem auch ein Camping gehört, wird noch selber gemostet. Der Hofladen ist auf die Bedürfnisse der Camper abgestimmt. Der Hofladen auf dem Biohof von Brigitte und Christian Enderlin, ebenfalls in Winden, ist ein Bijou. Konfitüren, Sirup, Fleischprodukte und Öpfelringli sind so kunstvoll präsentiert, dass man sofort die Floristin und den Handwerker erkennt, welche hier am Werk sind. Im Sunnehoflade Eberswil bei Bischofszell haben sich vier Frauen zusammengetan mit Produkten, mit denen sie auch auf den Markt gehen. Auf verschiedenen Höfen im Oberthurgau gibt es Übernachtungsmöglichkeiten: auf Stroh, in Ferienwohnungen oder auf dem Campingplatz. Der Brunch am Sonntagmorgen auf dem Biohof Mausacker war ein idealer Tagesanfang.

Bauernmarkt
Der Bauernmarkt auf dem Gelände von «Beeri Müller » auf dem Sonnenhof, war ein lebendiger Anschauungsunterricht, was in der Region angebaut, veredelt und vermarktet wird. Auch der Landwirtschaftliche Verein Egnach und die Gemeinde unterstützten den Anlass tatkräftig. Gemeindepräsident Stephan Tobler freute sich, dass Egnach immer mehr zum Touristenort werde. Es sei die Thurgauer Gemeinde mit den meisten Landwirtschaftsbetrieben, nämlich rund 100 mit Milchwirtschaft, Obst, Beeren und anderen Spezialkulturen.
Betriebsführungen gab es bei Beeren vom Sonnenhof, im Mausacker und auf der Öpfelfarm wo die berühmten Öpfelringli hergestellt werden. Beim Hofladen gab es auch Filmvorführungen über die Arbeit des Obstbauers.

Damals und heute
Bei der Familie Hausammann war Milchwirtschaft das Hauptthema. Kinder näherten sich vorsichtig den grossen Tieren während die Erwachsenen sich in der Festwirtschaft in der Tenne unterhielten. Das Melken konnten sie an einer Kunststoffkuh ausprobieren. Eine ganz besondere Attraktion war die Ausstellung der «Freunde alter Landmaschinen». Ausser Oldtimer-Traktoren waren allerlei andere Geräte aus der Zeit der Urgrosseltern zu bestaunen. Persilweisse Wäsche gab es schon damals dank Waschmaschinen die mit Benzinmotoren oder Muskelkraft angetrieben wurden.


Trudi Krieg
















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