Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Chancen und Möglichkeiten gemeinsam entdecken

Ausgabe Nummer 6 (2015)

Seit 2009 findet jährlich die Bauernkonferenz in Winterthur statt. Jedes Jahr sammeln sich rund 1000 Bäuerinnen und Bauern zur Ermutigung, Vernetzung, zum Gebet und Austausch. Diese Zusammenkunft gibt Bauernfamilien, verwandten Berufsgruppen und Menschen, die eng mit dem Land verbunden sind, Raum für Neuausrichtung und zum Erkennen von neuen Chancen.

In der Geschichte haben die Bauern die Gesellschaft geprägt. Das wollen wir auch heute wieder ernst nehmen. Es braucht die Bauern dringend für die Zukunft. Die Ernährungssicherheit wird weltweit immer enger, die Getreidevorräte reichen gerade nur für zwei Monate. Wir werden aufgefordert, ganzheitlich zu denken und im Einklang mit der Natur und Schöpfung zu arbeiten. Wie können wir dem gerecht werden und darin eine gesunde Verantwortung übernehmen?

Eine Vision für die Bäuerinnen und Bauern unseres Landes
Andreas Keller, Leiter der Stiftung Schleife in Winterthur, hatte vor sechs Jahren die Vision, die Bauern des Landes zu sammeln und ihnen geistlich den Rücken zu stärken. So dürfen sie in ihrem Alltag mit Gott und seinem Eingreifen rechnen und Hoffnung und Vision für ihre Zukunft bekommen. Ihr Land – und auch die Schweiz als Land – soll eine Insel des Schutzes und der Versorgung sein. Wie kann das aussehen in einer Zeit wie dieser?

Die Schweizer Bauern sind herausgefordert
Grossverteiler wetteifern mit Billigpreisen, Discounter drängen auf den Markt und die Importschranken fallen. In verschiedenen Kreisen und der Politik wird durch Globalisierung vielen Bauern die Existenz abgesprochen. Die Bauern sind herausgefordert, nicht nur politische Antworten und Lösungen zu suchen, sondern auch Gott nach Lösungen zu fragen. Darin sollen Bauern und Bäuerinnen ermutigt werden, mit dem Schöpfer kreativ zusammenzuarbeiten, egal ob im Stall, im Schutz vor Unwettern, im Lösen von Konflikten, in der Familie und nicht zuletzt ganz konkret in der Versorgung.
Das Ziel ist, die Bestimmung der einzelnen Bauern und Bäuerinnen in unserem Land zu fördern und freizusetzen. Sie haben von Gott Schlüssel empfangen, die dazu ganz entscheidend sind. Diese gilt es, gemeinsam zu entdecken, in die noch verschlossenen Türen zu stecken und dann die Schlösser der sogenannten Unmöglichkeiten aufzuschliessen, denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Jeder soll den für ihn vorgesehenen Platz richtig einnehmen und ausfüllen können.

Wo Bauern beten
Bauernhöfe sind wieder Orte, wo Gottes Ordnungen erhalten und gelebt werden. Das Vorleben in der Familie und in der Gesellschaft ist ein Zeugnis, das übernommen und nachgelebt wird. Damit das Anliegen regional umgesetzt werden kann, schaffen Gebetstreffen die Möglichkeit, dass Bäuerinnen und Bauern gemeinsam für ihre Anliegen beten und sich miteinander zu örtlichen Gebetsgruppen vernetzen können. Daraus entstehen zum Beispiel regelmässige regionale Bauergebetstage, Gottesdienste und vieles mehr.

Die Bauernkonferenzen
Vom 20. bis 22. Februar 2015 findet die 6. Bauernkonferenz in der Eulachhalle in Winterthur statt. Die Veranstaltung ist vielseitig aufgebaut. Verschiedene Zeugnisse aber auch Interviews berichteten von den Erfahrungen auf den Höfen und in den Bauerngebetsgruppen: Durch Gebet wurden Beziehungen und Stimmungen auf den Höfen verändert und Ehepaare haben sich neu gefunden. Generationen gehen neu aufeinander zu und arbeiten miteinander. Wirtschaftlich schwierige Situationen wurden überwunden und Gottes Eingreifen im Stall und in den Kulturen erlebt. In verschiedenen Workshops geht es darum, Gott in die verschiedene Lebensbereiche von Ehe, Familie, Hof, Politik, Erfolg, usw. einzubeziehen.


Bauernkonferenz, Winterthur
www.bauernkonferenz.ch







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