Ausgabe Nummer 51 (2005)

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Daniel Burkard – Viehwirtschaftsproduktion aufrechterhalten

Persönlichkeiten kommen und gehen

Daniel Burkard – Viehwirtschaftsproduktion aufrechterhalten

Daniel Burkard ist seit April 2005 neu im Vorstand des Thurgauer Bauernverbandes (TBV). Er übernahm dieses Jahr von Hansueli Walser das Präsidium in der Kommission Viehwirtschaft. Zu diesem Amt gehört auch, im Vorstand des TBV die Viehwirtschaft zu vertreten. Hier setzt sich Daniel Burkard für das Ressort «Tierhaltung» ein.

Wie kamen Sie in die Viehwirtschaftskommission des TBV?

Daniel Burkard: Ich wurde 2000 von Hansueli Walser angefragt, als Vertreter der Mutterkuhhalter der Kommission Viehwirtschaft beizutreten. Dann hat Hansueli Walser einen Nachfolger gesucht, und zum Amt des Präsidenten gehört auch, im TBV-Vorstand dabei zu sein.

Wie sieht Ihr Werdegang aus?

Daniel Burkard: Ich habe die klassische Ausbildung der landwirtschaftlichen Lehre am Arenenberg abgeschlossen, anschliessend die Meisterprüfung absolviert und Teile des elterlichen Hofes übernommen und geführt.

Gibt es etwas Spezielles, das für Ihre Tätigkeit im TBV von Interesse ist?

Daniel Burkard: Seit 15 Jahren bin ich im Vorstand der Schweinehandelsgenossenschaft Prosus und habe von dieser Sicht auch Einblicke auf die Handelsseite. Zum Beispiel habe ich bei Prosus gesehen, wie ein Betrieb – trotz grosser Veränderungen im Marktumfeld – noch wirtschaftlich geführt werden kann.

Wie organisieren Sie sich, Betrieb–Familie, hilft Ihre Frau im Betrieb mit?

Daniel Burkard: Ja, und die Kinder müssen auch mit anpacken. Meine Frau wird zurzeit von den Kindern ziemlich beansprucht und hilft mir auch mit den Büroarbeiten.
Familie ist für mich auch Lebensinhalt. Mit ihr verbringe ich meine Freizeit am liebsten. Unsere fünf Kinder sind zwischen sechs und 15 Jahre alt, das gestaltet unser Familienleben entsprechend spannend.

Warum haben Sie das Präsidium in der Kommission Viehwirtschaft übernommen?

Daniel Burkard: Ich habe vier Jahre in der Kommission gearbeitet. Hier gibt es interessante Gestaltungsmöglichkeiten: Zum Beispiel bei den Aktivitäten an der WEGA und bei der Organisation der Thurgauer Grillkurse. In der Kommission können wir auch – was die Tierproduktion betrifft – zu Vernehmlassungen Stellung beziehen. Das sind interessante Tätigkeiten, darum habe ich zugesagt.

Welche Erwartungen haben Sie an den Verband in Bezug auf das Ressort «Tierhaltung»?

Daniel Burkard: Die Idee ist, dass wir langfristig eine Viehwirtschaftsproduktion in unserem Land aufrechterhalten können. Dazu möchte ich mit meiner Arbeit im kantonalen Verband beitragen. Auch wenn mir bewusst ist, dass wir gegen die Welthandelsorganisation beschränkt Einfluss nehmen können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die bäuerlichen Kräfte hier einen gemeinsamen Nenner finden.

Welche Aktualität ist Ihnen besonders wichtig?

Es ist mir wichtig, dass in der Landwirtschaft, wenn sie eine Chance haben soll gegenüber den anderen Wirtschaftskräften in der Schweiz, alle auf der gleichen Seite und am gleichen Strick ziehen. Die Bauern sollen auch bezüglich der AP 2011 geeint auftreten. Diesbezüglich ist mir wichtig, dass sich die Bauern nicht untereinander bekämpfen und gegenseitig schwächen, sondern dass wir gemeinsam für unsere Landwirtschaft kämpfen. Diskussionen, unterschiedliche Ansichten und Meinungen sind wertvoll, sollten aber innerhalb der Landwirtschaft geführt werden, damit wir nach aussen stark und glaubwürdig auftreten können.

TBV-Vorstand: Persönlichkeiten kommen und gehen

Mit Daniel Burkards Interview wird die Serie «Persönlichkeiten kommen und gehen», in der vier neue und drei zurücktretende Vorstandsmitglieder des TBV im «Thurgauer Bauer» Frage und Antwort standen, abgeschlossen.
Seit dem Sommer sind die Interviews dieser Serie in den folgenden Ausgaben publiziert worden: Ausgabe Nr. 27, 8. Juli 2005: «Markus Hofer vertritt die Anliegen der Landjugend» (neu); Ausgabe Nr. 30, 29. Juli 2005: «Benno Schildknecht – Die Natur ist seine Leidenschaft»; Ausgabe Nr. 32, 12. August 2005: «Markus Hausammann» (neu); Ausgabe Nr. 38, 23. September 2005: «Myrta Roth – auf Vertretung des Bauernstandes konzentrieren»; Ausgabe Nr. 44, 4. November 2005: «Barbara Scherrer – Käserei war wichtiger Treffpunkt» (neu); Ausgabe Nr. 50, 16. Dezember 2005: «Hansueli Walser – ein Leben lang von der Alp fasziniert»; Ausgabe Nr. 51, 23. Dezember 2005: «Daniel Burkard – Viehwirtschaftsproduktion aufrechterhalten» (neu).

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