Ausgabe Nummer 5 (2010)
Das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau teilt mit:
Mit Schleppschlauch begüllte Fläche um 50 Prozent gesteigert
Im Kanton Thurgau wird immer mehr Gülle mit dem Schleppschlauch ausgebracht: 2009 konnte die Fläche, die mit der erheblich weniger Ammoniakemissionen verursachenden Methode begüllt wird, um 50 Prozent gesteigert werden. Damit verläuft das Ressourcenprojekt Ammoniak Thurgau, ein schweizerisches Pilotprojekt, bisher erfolgreich.
Mit dem Artikel 77 a im Landwirtschaftsgesetz hat der Bund die Möglichkeit für sogenannte Ressourcenprojekte geschaffen. Diese sollen die Nachhaltigkeit in der Nutzung natürlicher Ressourcen steigern. Im Kanton Thurgau läuft seit dem Frühjahr 2008 das Ressourcenprojekt Ammoniak Thurgau als schweizerisches Pilotprojekt. Dabei soll der Stickstoffeinsatz in der Landwirtschaft verbessert werden. Gleichzeitig sollen, als Massnahme im Bereich der Luftreinhaltung, die Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft gesenkt werden. Die Ziele sind dabei hoch gesteckt. Bis 2013 sollen die Ammoniakemissionen im Vergleich zum Jahr 2000 um 20 Prozent sinken.
Wichtigste Massnahme zur Reduktion der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft ist das Güllen mit dem Schleppschlauch. Ein in der relativ dicht besiedelten Schweiz positiver Nebeneffekt für die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung ist dabei auch die Reduktion der Geruchsemissionen. Rund 750 Thurgauer Landwirte haben im letzten Jahr so zur Luftreinhaltung beigetragen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 200 Landwirte mehr. Die mit Schleppschlauch begüllte Fläche konnte sogar um 50 Prozent gesteigert werden. Insgesamt wurde auf knapp 31 000 Hektaren die Gülle mit dem Schleppschlauch ausgebracht. Für den dadurch entstehenden Mehraufwand erhalten die Projektteilnehmer 45 Franken pro Hektar. Total belaufen sich die Beiträge im Jahr 2009 auf rund 1,39 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt dabei einen Anteil von 20 Prozent, das Gros der Kosten trägt mit 80 Prozent der Bund.
Neben dem Güllen mit Schleppschlauch soll aber das ganze Hofdüngermanagement optimiert werden. Im Herbst 2009 füllten deshalb die Projektteilnehmer Fragebögen zum Hofdüngermanagement aus. Diese Befragung soll dazu beitragen, dass die Projektteilnehmer die Emissionssituation auf dem eigenen Betrieb besser beurteilen können und ihnen Optimierungspotenzial bei der Hofdüngerlagerung und -ausbringung aufzeigen. Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART wird die Umfrage auswerten. Eine weitere Massnahme ist die Förderung innovativer Projekte zur Reduktion der Ammoniakemissionen. Dazu gingen 2009 zwei Projektanträge ein, die derzeit noch in Prüfung sind. Das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau teilt mit: Mit Schleppschlauch begüllte Fläche um 50 Prozent gesteigert Im Kanton Thurgau wird immer mehr Gülle mit dem Schleppschlauch ausgebracht: 2009 konnte die Fläche, die mit der erheblich weniger Ammoniakemissionen verursachenden Methode begüllt wird, um 50 Prozent gesteigert werden. Damit verläuft das Ressourcenprojekt Ammoniak Thurgau, ein schweizerisches Pilotprojekt, bisher erfolgreich. Management 2009 nahm die mit dem Schleppschlauch begüllte Fläche im Thurgau um 50 Prozent zu.
Der Einstieg ins Projekt ist interessierten Landwirten und Landwirtinnen aus dem Kanton Thurgau auch 2010 wieder möglich. Noch bis zum 31. März 2010 können sich Interessierte beim Landwirtschaftsamt in Frauenfeld melden, Telefon 052 724 25 93, Anmeldeformular auf www. landwirtschaftsamt.tg.ch).
Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau, Markus Harder
