Ausgabe Nummer 49 (2006)
Dekoration mit Servietten
Ein gutes Essen schmeckt noch besser, wenn das Ambiente stimmt. Schön gefaltete Servietten verleihen dem Tisch eine besondere Note. Die Sitte, den Esstisch mit Tüchern aus Leinen zu decken, stammt aus dem Mittelalter. Alte Gemälde zeigen, dass Tisch- und Tafeltücher damals bis tief auf den Boden reichten. Eine praktische Einrichtung, denn so konnten die überhängenden Längen beim Essen als Schutz für die Kleidung benutzet und gleichzeitig Finger und Mund daran abgewischt werden. Je nach Land und Epoche entstanden ganz unterschiedliche Tafelkulturen. Auch heute bestehen in den verschiedenen Kulturkreisen grosse Unterschiede in Ess- und Trinksitten, bei den Tischmanieren und bei der Verwendung von Servietten. Vor etwa 300 Jahren wurden mit der Einführung der Serviette Tafel- und Mundtuch getrennt. Im 18. Jahrhundert entfaltete sich dann allmählich eine Tischkultur, in der die Serviette ihren festen Platz erhielt. Die Materialien für Servietten reichen von Leinen, Halbleinen, Baumwolle, Baumwolldamast, Baumwolle/Polyester bis hin zu Zellstoff oder Papier. Je nach Situation wird das eine oder andere Material bevorzugt.
Anleitung für Servietten-Couvert
- Quadratische Serviette mit der linken Seite nach oben auf den Tisch legen, eine Ecke zeigt nach unten.
- Untere Ecke auf die gegenüberliegende Ecke legen, sodass ein Dreieck entsteht.
- Nun die seitlichen Ecken zur unteren Mitte klappen. (siehe Bild)
- Die linke und rechte Seite einmal zur Mitte falten. (siehe Bild)
- Das untere Ende bis zur Grundseite des Dreiecks hochfalten. (siehe Bild)
- Zuletzt durch Umschlagen des Dreiecks das Couvert schliessen. (siehe Bild)
LBBZ Arenenberg, Assistentin Hauswirtschaft, Salome Preiswerk Guhl

Nicht nur ein schönes Dekor macht das Ambiente aus. Auch originell gefaltete Servietten sind ein Blickfang. (spg)
