Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
20. April 2018


Die Agrisano würdigt soziales und uneigennütziges Wirken

Ausgabe Nummer 50 (2014)

Die Agrisano-Stiftung vergibt im Jahr 2015 erstmals den Prix Agrisano, der mit 10 000, beziehungsweise 20 000 Franken dotiert ist. Damit soll ein soziales, uneigennütziges Engagement in der Landwirtschaft zum Wohle verunfallter, kranker, betagter oder benachteiligter Menschen gewürdigt werden. Die Jury ist prominent besetzt. Die Ausschreibung läuft bis Ende Januar 2015.

«In der landwirtschaftlichen Bevölkerung setzen sich viele Menschen zum Wohle kranker und benachteiligter Menschen ein», sagt Fritz Schober, Präsident der Agrisano-Stiftung. «Sie wirken im Stillen, unauffällig und meist ohne irgendetwas dafür einzufordern », erklärt er weiter und betont: «Mit ihrem Engagement erbringen sie Wertvolles, das kaum wahrgenommen und oft nicht gewürdigt wird.» Und genau hier setzt der Prix Agrisano an, der im Jahr 2015 erstmals und danach alle zwei Jahre von der Agrisano-Stiftung vergeben wird. Denn mit diesem Preis wird eine Person, Familie oder Organisation ausgezeichnet, die sich durch ihr uneigennütziges Engagement zum Wohle verunfallter, kranker, betagter oder benachteiligter Menschen in der Landwirtschaft einsetzt. Wenig auffallende Menschen des Alltags, die im Stillen sozial und uneigennützig Gutes tun, sollen eine Anerkennung erhalten.
Doch wer im Stillen uneigennützig Gutes tut, wird sich kaum selber für den Prix Agrisano vorschlagen. Deshalb sind andere, sogenannte Dritte aufgerufen, für den Prix Agrisano Kandidaten anzumelden. Möglich ist dies bis zum 31. Januar 2015. Danach läuft die Anmeldefrist ab. Vorgeschlagen werden können Einzelpersonen, Familien und Gruppen oder Organisationen, beziehungsweise Institutionen mittels Anmeldeformular (www.agrisano.ch). Das Preisgeld bei einer Einzelperson beträgt 10 000 Franken, gewinnt eine Familie, Gruppe oder Organisation, beträgt das Preisgeld 20 000 Franken. Wer die Anerkennung erhält, entscheidet eine fünfköpfige Jury.
Zur Jury gehört die Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, Christine Bühler, die im letzten Jahr als erste Frau mit dem Swiss Womens Award ausgezeichnet worden und Mitglied des Stiftungsrates der Agrisano ist. Dabei ist auch Ueli Tobler. Der reformierte Pfarrer aus Müntschemier ist Mitgründer des bäuerlichen Sorgentelefons. Die Eingaben jurieren wird ferner Agnes Schneider Wermelinger aus der Innerschweiz. Sie ist Bäuerin, führt eine eigene Kommunikationsagentur und schreibt in den landwirtschaftlichen Medien über soziale Themen. Ein weiteres Jurymitglied ist Andreas Widmer, Geschäftsführer des St. Galler Bauernverbandes, St. Galler Kantonsrat und Vizepräsident der Agrisano. Die Geschäftsleitung der Agrisano- Stiftung ist in der Jury mit Barbara Krucker vertreten. Vergeben wird der Prix Agrisano anlässlich der Landwirtschaftskammer (Laka), die Ende April in Bern tagt. «Die Landwirtschaftskammer ist ein sehr würdiger und passender Anlass», sagt Schober und begründet: «Die Laka ist eines der wichtigsten Gremien in der Landwirtschaft.» Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat der Zusammenarbeit sodann offenherzig zugestimmt. «Der Prix Agrisano ist eine ehrenvolle Anerkennung, er wertet das soziale Engagement in der Landwirtschaft auf», sagt Urs Schneider, stellvertretender Direktor des SBV. Zudem betont Schneider: «Der Prix Agrisano ist auch eine Bereicherung für die Laka.»

Anmeldung und Informationen zum Prix Agrisano unter www.agrisano.ch




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