Ausgabe Nummer 40 (2006)

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Die Apfelkönigin 2006 heisst Yvette Zosso

Die 18-jährige Apfelkönigin Yvette Zosso, aus Märstetten, will vor allem junge Leute für Thurgauer Äpfel und eine gesunde Ernährung mit Produkten aus der Region begeistern.

«Es ist ein komisches Gefühl, im ?Blitzlichtgewitter? der Fotografen zu stehen», erklärte Yvette Zosso, die 18jährige Fachfrau Betreuung in Ausbildung, aus Märsetten, unmittelbar nach ihrer «Krönung» zur Apfelkönigin. Sie arbeitet in der Psychiatrischen Klinik in Rheinau. Obwohl ihre Kolleginnen und Kollegen immer wieder gesagt hätten «du wirst Apfelkönigin», habe sie nie mit diesem Titel gerechnet, denn sie habe sich nicht einmal selbst für die Wahl angemeldet, dass hätten ihre beiden Kolleginnen gemacht, erzählte die glückliche Apfelkönigin. Sie habe ausgeschlafen, gut gegessen und sei ohne Nervosität an die Wahl gereist, sagte sie weiter. Auf die Frage welches ihr Lieblingsapfel sei, meinte sie: «Hauptsache, frisch, knackig und grün.» Als Apfelkönigin möchte sie vor allem junge Menschen für Thurgauer Äpfel und eine gesunde Ernährung mit einheimischen Produkten begeistern. «Ich bin von Herzen gern Thurgauerin, deshalb freue ich mich darauf, den Thurgau in den kommenden zwölf Monaten zu vertreten», sagte Yvette Zosso, die Pferde mag.

Grosses Publikumsinteresse
Bei der Wahl zur Apfelkönigin war der Saal des Rathauses Weinfelden inklusive Tribüne bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher harten gar im Foyer und auf der Treppe aus, um wenigsten die Wahl akustisch mit zu verfolgen. In einer ersten Runden mussten sich die zehn Kandidatinnen den Fragen von Moderatorin Corinne Straub, Apfelkönigin 2002, stellen. Dabei ging es darum, dass sich die Kandidatinnen der Jury und dem Publikum in einem möglichst «guten Licht» präsentierten. So waren Hobbys, Beruf, Leidenschaften aber auch die persönliche Einstellung gegenüber Thurgauer Äpfeln und dem Thurgau zu erfahren. Nach dem «Vorstellungsgespräch», zog sich die Jury bestehend aus Peter Baumberger, Thurgauer Zeitung, Natascia Gava, AgroMarketing Thurgau, Beat Lehner, Obstproduzenten, Salome Zellweger, Apfelkönigin 2004/2005, Pius Reichmuth, Migros Bund, Marco Olimpio, Thurgauer Kantonalbank und Andreas Brüschweiler, Seeobst AG, zur Beratung zurück. In dieser Zeit sorgte das Daniel Felber-Quartett für beste musikalische Unterhaltung.

Natürlich und Schlagfertig
Als Prinzessinnen wählte die Jury Cornelia Anderes, Engishofen, Jessica Dietrich aus Wäldi und Yvette Zosso aus Märstetten. In der Finalrunde testete die Moderatorin die Spontanität und Schlagfertigkeit der drei Finalistinnen. Dabei soll nach Aussage der Jurymitglieder der Werbespot den Yvette Zosso in einem «Liedli» mit dem Titel «Frischi Thurgauer Öpfel biss eifach dri ? frischi Thurgauer Öpfel si es Erlebnis» vortrug, den Ausschlag gegeben haben. Sie habe aber auch mit ihrer Natürlichkeit und Schlagfertigkeit die Jury überzeugt, erklärte Natascia Gava. Auch die scheidende Apfelkönigin Kathrin Erni die ihr Krönchen an Yvette Zosso weitergab und OK-Präsident Peter Widmer, sprachen von einer guten Wahl. Neben dem Krönchen und der Scherbe durfte Yvette Zosso auch einen Check von 1000 Franken entgegen nehmen. Cornelia Anderes und Jessica Dietrich wurden mit je 500 Franken belohnt. Nach der «Krönungsfeier» wurde Yvette Zosso von vier jungen, starken Obstbauern in einer Sänfte durch die Wega an den Stand von AgroMarekting getragen, wo die Feier ihren Abschluss fand.

Mario Tosato



Yvette Zosso aus Märstetten wurde an der WEGA als neue Apfelkönigin gewählt.
Yvette Zosso aus Märstetten wurde an der WEGA als neue Apfelkönigin gewählt.