Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Die Kommission "Frauen in der Landwirtschaft" stellt sich und ihr Projekt `den BäuerinnenZmorge' vor

Ausgabe Nummer 6 (2017)

Die Kommission «Frauen in der Landwirtschaft » wurde vor acht Jahren vom Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) ins Leben gerufen. Sie soll die Anliegen sowie Interessen der Frauen in der Landwirtschaft wahren und deren Stellung stärken. Die Bedeutung, die dieser Kommission im Kanton Thurgau zukommt, zeigt sich auch darin, dass die Kommissionspräsidentin einen Sitz im Vorstand des VTL hat.

Zu den Hauptaufgaben der Kommission gehört, dass sie die Vernetzung, die Solidarität und den Gedankenaustausch unter den Frauen, die einen engen Bezug zur Landwirtschaft haben, fördert. Neben der guten Vernetzung mit dem BBZ Arenenberg und Thurgauer Landfrauenverband sowie dem erfolgreichen Bäuerinnenforum hat sie nun ein neues Angebot lanciert: Den BäuerinnenZmorge. Dieser feiert seine Premiere am 14. März im Bistro am BBZ Arenenberg. Frühstücken kann frau ab 8.30 bis 11.00 Uhr. Die Kinder oder Grosskinder werden in dieser Zeit betreut, sodass die Bäuerinnen ausgiebig speisen, sich austauschen oder auch weiterbilden können.
Heidi Hofer referiert in einem separaten Raum zweimal während 30 Minuten zum Thema «Ich bin ich – echt und mutig». Wer Lust hat, darf sich dazu setzen, muss aber nicht. Am BäuerinnenZmorge sind Frauen jeden Alters willkommen, die sich etwas Gutes tun möchten. Gutes Essen, gute Gespräche unter altbekannten oder neuen Berufskolleginnen, eine gute Zeit, die allesamt in den Alltag der Frauen nachklingen sollen. Die Kommissionsmitglieder sind überzeugt, mit diesem Angebot, einem Bedürfnis der Frauen in der Landwirtschaft zu entsprechen. Aber wer sind sie denn, diese Kommissionsmitglieder?

Auf dem Foto zu sehen:
Vorne in der Mitte steht Kommissionspräsidentin Maja Grunder, 45 Jahre alt, verheiratet mit Bruno, Mutter von zwei just erwachsenen Töchtern und zu Hause in Oberneunforn. Als leidenschaftliche Bäuerin nennt sie ihre Mehlmühle als wichtigen Betriebszweig. Sie scheut sich nicht, die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern beim Namen zu nennen und kann auch ganz unbequem und hartnäckig sein. In ihrer Freizeit geht sie gerne mit Freunden Essen oder löst Rätsel.
Links von ihr hat Regula Böhi gut Lachen. Wahrscheinlich, weil sie im besten Alter ist, wie sie selber sagt. Die 43-Jährige aus Friltschen ist Familienfrau und Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbandes. Oberflächlichkeit ist nicht ihr Ding, sie hört gerne richtig hin und versucht, die wahren Bedürfnisse der Landfrauen und ihren Familien zu verstehen. Die Zeit vergessen kann sie bei einem guten Buch und auch die Pilatesstunden sind ihr viel Wert.
Hinter ihr strahlt Silvia Eigenmann in die Kamera. Die Bäuerin mit Berufsprüfung ist 45 Jahre alt und bewirtschaftet mit ihrem Mann Patrik und den vier Kindern einen Landwirtschaftsbetrieb nach biologischen Richtlinien in Schweizersholz. Nebst der Arbeit in Haushalt und Betrieb geht sie in einer Chäshütte einem Nebenerwerb nach. Die Bildung der Bäuerin ist ihr ein sehr wichtiges Anliegen, deshalb ist sie auch jedes Jahr an der Berufsmesse in Weinfelden dabei, wo sie für die modulare Weiterbildung Bäuerin wirbt.
Damit ist die Überleitung perfekt zu Sybille Roth, der Leiterin der Weiterbildung «Ernährung, Hauswirtschaft, Bäuerin» am BBZ Arenenberg. Wen wunderts, dass ihre Anliegen lauten: Wissen erhalten, Wissen weitergeben, Wissen weiterentwickeln. Die 36-Jährige wohnt in Weinfelden, spielt gerne Klarinette und nennt den Musikverein Kradolf-Schönenberg ihr Hobby.
Rechts neben ihr steht Monika Roth vom Räuchlisberg. Die fast-Fünfzigjährige ist gemäss eigenen Angaben «Learning-by-doing-Bäuerin». Ihr ist die Vorsorge der Bäuerin sehr wichtig, insbesondere wenn diese ihre ganze Arbeitskraft in den Betrieb steckt. Sie bringt auch die Anliegen der Lehrmeisterfamilien – insbesondere der -frauen – zur Sprache. Und ja, «geht nicht» und «unmöglich» sind Wörter, die nicht zu ihrem Wortschatz gehören. Entsprechend lässt sie nichts unversucht. In ihrer Freizeit spielt und rätselt sie gerne.
Rechts von ihr steht Vreni Peter. Die 57-jährige Weinfelderin ist Beraterin am BBZ Arenenberg. Das gute Zusammenleben und -arbeiten auf den Bauernhöfen ist ihr wichtig. Sie bezeichnet tragende und verlässliche Beziehungen als Kraftquellen, im Gegensatz zu den extrem kräftezehrenden Konflikten. In ihrer Freizeit wandert sie gerne Flüssen entlang und beobachtet Vögel.
Esther Maurer führt einen erweiterten Bauernhaushalt mit Direktvermarktung von Brotwaren und Erdbeeren aus eigener Produktion. Als gelernte Hauswirtschaftslehrerin unterrichtet die 47-Jährige angehende Bäuerinnen am Arenenberg. Mit der Kommissionsarbeit möchte sie den Berufsverband VTL für die Bäuerin sichtbar, greifbar und nutzbar machen. Esther nutzt an freien Tagen gerne Aktivund Genussangebote in den Schweizer Alpen. Sie strickt und musiziert in den Wintermonaten und schwimmt regelmässig im Sommer.
Die 49-jährige Schreibende ist mit ihrer Familie auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Hörhausen daheim. Die leidenschaftliche Selbstversorgerin und Direktvermarkterin hat einen Teil ihres Tätigkeitsgebietes ins Schulzimmer am Strickhof Wülflingen verlegt, wo sie Bäuerinnen und Direktvermarkterinnen weiterbildet. Für die Kommission übernimmt sie das Schreiben von Artikeln. In ihrer Freizeit reist sie gerne, mit ihrem Mann, ihren Töchtern, Freundinnen oder auch alleine.
Unterstützt werden die Kommissionsmitglieder durch Geschäftsstellenmitarbeiterin Selina Hulst, die für diesen Beitrag zusätzlich als Fotografin wirkte.


Andrea Heimberg Müller




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