Ausgabe Nummer 33 (2003)

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Die Landwirtschaft feiert mit ihm

200 Jahre Thurgau: Der Thurgau feiert
 
 

Andreas Binswanger, Präsident
Thurgauer Bauernverband, Tägerwilen



Der Thurgauer Bauernverband gratuliert dem Kanton Thurgau zum denkwürdigen Jubiläum. Er wünscht der Thurgauer Bevölkerung ein grossartiges Fest in Frauenfeld. Der dreitägige Mega-Anlass soll die Schönheiten unseres Kantons und die Leistungsfähigkeit seiner Bevölkerung in unserem Bewusstsein verstärken.
Als der Thurgau vor 200 Jahren seine heute noch gültige Staatsform erhielt, waren die Thurgauerinnen und Thurgauer fast ausschliesslich in und mit der Landwirtschaft beschäftigt. Wie alle anderen Wirtschaftszweige war sie seither jedoch grossen Veränderungen unterworfen. In Bezug auf die Beschäftigung der Bevölkerung verlief die Entwicklung gegenüber Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen in gegensätzlicher Richtung. Heute sind im Thurgau nur noch rund sechs Prozent der Menschen in der Landwirtschaft tätig. Hat ihre Bedeutung gleichermassen abgenommen?
Zur ursprünglich reinen Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sind vor allem in den letzten Jahrzehnten neue Aufgaben und Funktionen hinzugekommen. Landschaftspflege, dezentrale Besiedelung, Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen für Fauna und Flora, besonders ökologische und tierfreundliche Produktion von Nahrungsmitteln usw. sind neu als Dienstleistungen gegenüber der Bevölkerung hinzugekommen. Der Staat fragt heute diese Dienstleitungen im Auftrag des Volkes nach. Wir Bäuerinnen und Bauern verkaufen sie ihm, und er bezahlt sie als Direktzahlungen. Die von uns produzierten Nahrungsmittel setzen wir auf den immer freier werdenden Märkten ab. Hier sind wir genauso den Regeln der Wirtschaft unterstellt wie Industrie, Gewerbe und Dienstleistungssektor.
Mit der Bauernarena in Frauenfeld zeigen wir auf, dass wir die Trennung von allgemeinwirtschaftlichen Aufgaben und marktwirtschaftlichen Leistungen begriffen haben. Die Bauernarena wird einmal mehr den Beweis erbringen, dass wir in der Lage sind, unsere Produktion und die daraus entstandenen Lebensmittel den Anforderungen des Marktes und den Wünschen der Konsumentinnen und Konsumenten anzupassen.
Ich danke allen Kräften, welche sich an und um die Bauernarena zum Wohl eines landschaftlich wertvollen Thurgaus und einer leistungs- und existenzfähigen Thurgauer Landwirtschaft einsetzen.
 
 
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