Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Die Marke "Thurgauer Beeren" hoch halten

Ausgabe Nummer 12 (2018)

Die Thurgauer Beerenproduzenten hatten im Berichtsjahr mit verschiedenen Wetterkapriolen zu kämpfen. Melanie Knup, Florian Sandrini und Andreas Eberle ersetzen Martina Kägi- Stucki, Köbi Gunterswiler und Peter Knup im Vorstand des Verbands Thurgauer Beeren.

In seinem Jahresbericht 2017 erinnerte Philipp Engel, Präsident Verband Thurgauer Beeren (VTB), an der Jahresversammlung im Gasthaus zum Trauben in Weinfelden, an die Wetterkapriolen, welche die Produzenten auf Trab hielten. Da die Witterung Ende Februar bis Mitte April warm und trocken war, hatte die Vegetation zwei Wochen Vorsprung als üblich im Jahr. Dadurch waren die Beerenkulturen am 20. April sehr anfällig für Spätfröste. Wie der Präsident weiter erklärte, unternahmen die Produzenten alles, um die Kulturen vor dem angekündigten Frost zu schützen. Leider blieb es nicht nur bei kalten Wetterkapriolen, die Beerenproduzenten hatten danach mit vier Hitzewellen im Sommer, Mitte Mai mit schweren Hagelzügen, und Anfang August mit starkem Sturm und Hagel am Untersee zu kämpfen.

Druck auf Pflanzenschutzmittel
Durch den Frost mussten die Beerenproduzenten bei den Erdbeeren eine Reduktion der Ernte von 25 % hinnehmen. Bei Freilandkulturen waren die Schäden grösser als in Tunnelkulturen. Nach den Aussagen von Philipp Engel traf der Frost die Himbeeren eher weniger. Bei den Brombeeren blieben die befürchteten Ausfälle aus. Leider war der Verkauf schwierig. Durch die Frostschäden lagen die Erntemengen bei den Heidelbeeren deutlich unter den Erwartungen. Bei Johannisbeeren und Stachelbeeren war die Erntemenge kleiner als in den Vorjahren. Die Mini-Kiwi wurden durch den Frost stark geschädigt. Ohne Frostbekämpfung musste man gar mit 100 % Ausfall rechnen. Philipp Engel erklärte: «Neben der Witterung, die uns zu schaffen machte, wird auch der Druck von Umweltverbänden betreffend Pflanzenschutzmitteln immer grösser. Das zeigt sich auch mit zwei eingereichten Initiativen, die den Pflanzenschutz sehr stark einschränken wollen und uns die Beerenproduktion sehr stark erschweren würden.»

Werbung für Thurgauer Beeren
Peter Knup, Obmann Erdbeeren, erklärte, dass auch im laufenden Jahr die Maxime «mit wenig Geld eine möglichst grosse Werbewirksamkeit für Thurgauer Beeren erreichen», heisse. Bei den Grossverteilern sind Promotionen geplant. Neben Migros Zürich und Ostschweiz bemüht man sich auch um Coop. Peter Knup betonte, dass man auch in Zukunft die Marke «Thurgauer Erdbeeren» hochhalten wolle. Michael Mannale informierte über die Umgestaltung der Website, damit sie smartphonetauglich sei.

Wechsel im Vorstand
Martina Kägi-Stucki, Kassierin, Peter Knup, Obmann Erdbeeren, und Köbi Gunterswiler, Vizepräsident, erklärten ihren Rücktritt. Philipp Engel dankte den drei scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihren grossen Einsatz zugunsten der Thurgauer Beerenproduzenten. Als Zeichen des Dankes durften sie eine Holzuhr in Erdbeerform entgegennehmen und sind zudem zu einem Helikopterrundflug über den Kanton Thurgau eingeladen. Neu wurden Melanie Knup, Florian Sandrini und Andreas Eberle in den Vorstand gewählt. Somit besteht der Vorstand für die kommenden vier Jahre aus Philipp Engel, Präsident, Urs Wehrle, Kassier, Matthias Müller, Aktuar und den neuen Vorstandsmitgliedern Melanie Knup, Andreas Eberle und Florian Sandrini.


Mario Tosato










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