Ausgabe Nummer 42 (2007)
Die Sau im Ring, das Kalb auf dem Grill
Wer Schwein hat ? inspiriert von einer feinen Olma-Bratwurst ? tippt auf das richtige Schwein.
Die ersten Rezepte der feinen Olma-Bratwurst stammen aus dem Mittelalter. Das Säulirennen wird in diesem Jahr zum elften Mal durchgeführt. Sowohl die feine Wurst als auch die Säulirennen sind heute von der Olma nicht mehr wegzudenken. Die Wurst der Würste soll nun geschützt werden.
«Wir wollen unsere Wurst als Qualitätsprodukt positionieren und vor Kopien mit billigem Fleisch aus dem benachbarten Ausland schützen», erklärt Lothar Ziegler, Präsident des regionalen Metzgermeisterverbandes St. Gallen ? Liechtenstein. Aus diesem Grund hat der regionale Metzgermeisterverband beim Bundesamt für Landwirtschaft ein Eintragungsgesuch für die Wurst als geschützte geografische Angabe (GGA) eingereicht. Die Vernehmlassung läuft diese Tage aus. Als Name soll geschützt werden: St. Gallerbratwurst, St. Galler Kalbsbratwurst (mind. 51 Prozent Kalbfleischanteil) und natürlich Olma-Bratwurst.
Auch im Thurgau kann die Wurst produziert werden
Das traditionelle Produktionsgebiet der Königin der Würste erstreckt sich auf die Kantone St. Gallen, Thurgau und beide Appenzell. «Somit kann auch im Thurgau weiterhin die feine Wurst produzieren, wer sich an das Pflichtenheft hält und seinen Betrieb zertifizieren lässt», führt Lothar Ziegler zur Beruhigung der Thurgauer aus.
«Brodworscht Schpot» zur Unterstützung
Zur Unterstützung des Schutzes haben die Ostschweizer Metzger einen Werbespot- Wettbewerb lanciert. Am vergangenen Mittwoch wurde der beste Beitrag mit dem «Olma-Brodworscht-Öski» ausgezeichnet. Kurt Felix, Jurypräsident, zeigte sich in der Sendung Schweiz aktuell vom 12. Oktober 2007 begeistert von den eingereichten Spots. «Die Olma-Bratwurst gehört zu meinen Grundnahrungsmitteln. Mindestens alle zwei Wochen genehmige ich mir eine Bratwurst», erklärt Kurt Felix. Dabei ist ihm wichtig: Die Wurst isst man ohne Senf. Da liegt auch der Unterschied zu den Zürcher Würsten.Weil diese nicht so würzig schmecken, essen die Zürcher ihre Wurst mit Senf.
Die Säulirennen dürfen nicht fehlen
Zehn Jahre ist es her, seit Hans Stettler, damaliger Präsident der Olma-Tierschauen und heutiger Chef des Landwirtschaftsamtes Thurgau, den Startpfiff zum ersten Säulirennen gab. «Die Idee kam mir an einer Sitzung der Olma-Arbeitsgruppe der Suisseporcs, wo es darum ging, die Schweineproduktion positiv darzustellen. » Die Kollegen meinten: «Jetzt spinnsch aber!» Heuer werden die Rennen mit grossem Publikumsandrang bereits zum elften Mal durchgeführt!
Die Sauen passen gut ins Konzept der Olma-Tierschauen
Heute moderiert Christian Manser, Präsident der Olma-Tierschauen und Standortleiter des LZ SG Flawil, die Rennen.Am Sonntag, den 14. Oktober 2007, war es schon das Siebzigste. «Die Rennen sind ein Erfolg, weil sie Jung und Alt ansprechen, die Leute an der Olma gut gelaunt sind und Freude am Tier ?Sau? haben», schwärmt Christian Manser.
Auch das Wetten gehört zum Erfolgsrezept
«Ich bin für das Wettbüro, die Gewinnauszahlung und die Abrechnung zuständig», erzählt Hans Stettler. Pro Tag werden 5000 bis 8000 Franken gewettet. Der Mindesteinsatz beträgt 5 Franken. 70 Prozent der Einsatzsumme wird ausbezahlt. 30 Prozent bleibt bei der Olma für Spesen. Christian Manser weiss: «Die Wetten haben etwas Spielerisches. Das gefällt den Zuschauern und erhöht die Spannung bei den Rennen.»
BBZ Arenenberg, Betriebsberatung und Landtechnik, Michael Dubach
Wie viel Wurst wird gegessen? Rund 400000 Besucher soll es an der Olma geben. Doch wie viele Bratwürste werden gegessen? Auf diese Frage bekam ich sowohl bei der Olma-Geschäftsstelle als auch beim Ostschweizer Metzgerverband keine Antwort. Aber es ist mir nicht Wurst. Somit habe ich nachgeforscht: Annahme ein Drittel der 400 000 Besucher essen eine Wurst, dann sind das 133333 Würste. Eine Wurst weist 165 g Kühlgewicht auf und ist durchschnittlich 19 cm lang (ungebraten). Folgerichtig werden 22 Tonnen oder 25 km Wurst gegessen!

