Ausgabe Nummer 38 (2006)

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Die Schweizermeister vom Arenenberg

Ein Schülerteam der Klasse 3a des LBBZ Arenenberg (TG) gewinnt den diesjährigen Weizen Junior-Cup. Ihre Strategie der tiefen Kosten ist aufgegangen und dank den guten Erträgen konnten die Berufsschüler sowohl im Brot- als auch im Futterweizen den besten Deckungsbeitrag erwirtschaften.

Was ist der Junior-Weizen-Cup
Zum zweiten Mal hat der Strickhof 2005/06 den Weizen-Junior-Cup durchgeführt. Teilnehmen können Gruppen à max. 10 Personen aus der ganzen Schweiz, die unter 25 jährig sind. Sieger ist, wer den höchsten Deckungsbeitrag erzielt. Es nahmen 15 Gruppen teil.
Die Parzelle mit Bodenart, Vorkultur, Bodenbearbeitung etc. wird beschrieben. Die Teilnehmer bestimmen die Sorten aus der empfohlenen Sortenliste, einen Brotweizen und einen Futterweizen, die Saatmenge, den Pflanzenschutzmitteleinsatz (Herbizid, Fungizid, Insektizid, Halmverkürzer inkl. Konzentration) und die Stickstoffdüngung (Düngerwahl, Menge, Verteilung). Die Grunddüngung erfolgt einheitlich über das gesamte Versuchsfeld. Vorgegeben ist eine Liste mit Pflanzenschutzmitteln und Düngern, aus denen sie wählen können. Die Teilnehmer erteilen die Aufträge per E-Mail. Ausgeführt werden die Arbeiten durch das Personal des Landwirtschaftsbetriebs Strickhof. Die Verunkrautung wird im Internet jeweils beschrieben, sodass die Teilnehmer den Anbau sozusagen ferngesteuert machen können.

Siegreiche Strategie
Die Sieger aus dem Thurgau erreichten mit der Sorte Ludwig im Brotweizenverfahren den zweithöchsten Ertrag. Doch die Gruppe setzte nicht nur auf hohen Ertrag, sondern hielt auch die Kosten im Griff: Nur 300 Körner wurden gesät, auf die 3. N-Gabe wurde verzichtet, wobei die Schossergabe Harnstoff war. Wegen der geringen Verunkrautung (Vorkultur Zuckerrüben, Grundbodenbearbeitung Pflug) wurde kein Herbizid eingesetzt. Da sie ausserdem auf weitere Pflanzenschutzmittel verzichteten, erhielten sie die Extensoprämie von 400 Franken/ha. Auch im Futterweizenverfahren wählten sie mit der Sorte Tapidor eine extensive Anbaustrategie und erreichten auch damit den höchsten Deckungsbeitrag ? obwohl sie ertragsmässig nicht bei den Besten waren.
Der Extensoanbau hat dieses Jahr vielen Teilnehmern zugesagt: insgesamt 11 der 15 Brotweizenverfahren wurden extensiv geführt, beim Futterweizen waren es deren 6. Auch bei den Sorten waren sich die Teilnehmer einig: Ludwig und Zinal machten das Rennen im Brotweizen, Tapidor und Winnetou dominierten den Futterweizen. Die Lehrerschaft des LBBZ Arenenberg gratuliert den Teilnehmern herzlich.

Kurt Baumann, Leiter Fachstelle Pflanzenbau und Düngung


(v. l. n. r.): Ben Schenk, Ennetaach, René Utzinger, Bonau, Aron Milz, Bissegg, hinten Reto Büsser, Niederwil SG, vorne Andreas Ackermann, Sommeri, und Christian Vinkovic, Guntershausen.
(v. l. n. r.): Ben Schenk, Ennetaach, René Utzinger, Bonau, Aron Milz, Bissegg, hinten Reto Büsser, Niederwil SG, vorne Andreas Ackermann, Sommeri, und Christian Vinkovic, Guntershausen.